11.10.2013 | Innofact

Die Deutschen sind häufiger zum Wohnungswechsel bereit

Auch 29 Prozent der Altersgruppe 50 bis 69 sind zum Umzug bereit
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Bereitschaft zum Wohnungswechsel wird größer: 59 Prozent aller Befragten einer Wohntrendstudie von Innofact und Sition Property Marketing gehen davon aus, dass sie in zwölf Jahren woanders leben als heute. Jeder vierte Immobilienbesitzer kann sich einen Umzug vorstellen.

Wohnen wird sich bei uns klar verändern: Das ist zentrale Erkenntnis der neuen Studie "Wohntrends Deutschland – Status und Wünsche 2025". Für die Studie wurden im Sommer 2013 mehr als 2.000 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger zur Wohnsituation heute und ihren Vorstellungen in zwölf Jahren befragt. Der Vergleich von Status und Wünschen macht vor allem fünf Trends deutlich:

Hohe Wechselbereitschaft selbst bei Älteren

Selbst die Fluktuationsrate unter den heute 50- bis 69-Jährigen dürfte künftig stark ausgeprägt sein – rund 29 Prozent dieser Altersgruppe halten es für "sehr unwahrscheinlich" beziehungsweise "eher unwahrscheinlich", dass sie im Jahr 2025 noch am heutigen Standort wohnen.

Demografischer Wandel verändert Immobilienwünsche stark
Wer künftig umzieht, wünscht sich eine Wohnung in kleineren Einheiten oder ein freistehendes Haus. Im Jahr 2025 wollen nur noch 5,5 Prozent der wechselwilligen Befragten in einem Mehrfamilienhaus mit bis zu zwölf Parteien leben (aktuell 10,0 %). 13,2 Prozent bevorzugen ein Haus mit fünf bis acht Parteien (aktuell 20,5 %), 15,2 Prozent sehen sich in einem Domizil mit bis zu vier Parteien (aktuell 13,4 %). 38,5 Prozent wollen in einem Einfamilienhaus wohnen (aktuell 30,4 %).

Künftig sind Gäste- statt Kinderzimmer angesagt

Auf die Flächen innen und außen angesprochen, präferieren die Deutschen künftig Gäste- statt Kinderzimmer sowie Außenflächen. Verfügen derzeit 53,5 Prozent der 2.024 Befragten über Räume für den Nachwuchs, wollen in zwölf Jahren nur noch 42 Prozent Kinderzimmer haben. Dagegen erwarten dann 59,3 Prozent ein Gästezimmer (aktuell 38,9 %). Ebenso im Trend liegen Außenflächen: 2025 wünschen sich 57,7 Prozent einen Balkon, 65,7 Prozent eine Terrasse und 67 Prozent einen Garten.

Sicherheit gewinnt gegenüber Preis

Bei der Bewertung der Wohnlage wird Sicherheit noch bedeutsamer. Ist das persönliche Sicherheitsgefühl mit 78,3 Prozent schon heute das wichtigste Kriterium bei der Beurteilung der Wohnlage, steigt der Wert bis 2025 auf 82,9 Prozent. Das Kriterium "Preis" gewinnt zwar in der absoluten Betrachtung, verliert jedoch in der Rangfolge: Denn 2025 sind den Deutschen die Verkehrssicherheit (68,8 %), der Ruf des Stadtteils (65,4 %) und dann erst preiswertes Wohnen (63,7 %; aktuell 62,3 %) wichtig.

Jüngere vertrauen stark auf Immobilien
Geht es nach den Befragten, steigert die Immobilie als Geldanlage weiter ihre Bedeutung. 66,5 Prozent können sich vorstellen, in zehn bis zwölf Jahren eine Wohnung oder ein Haus zur Weitervermietung zu besitzen oder sind sich bereits heute darüber sicher. Für 15,3 Prozent ist der Kauf einer Immobilie als Investment etwa für die Altersvorsorge schon heute "ganz bestimmt" ein relevantes Thema.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Studie

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