06.10.2016 | DG Hyp

Immobilienmarktbericht: Sättigungstendenzen im Einzelhandel

Für München hat die Spitzenmiete noch um maximal bis zu zwei Prozent Spielraum.
Bild: SH-Vector/phoelix/shutterstock.com

Die günstigen Rahmenbedingungen für den deutschen Immobilienmarkt sollen auch 2017 weiter bestehen bleiben, die Dynamik werde aber nachlassen. Zu diesem Ergebnis kommt der DG Hyp Immobilienmarktbericht 2016/17. Insbesondere im Einzelhandel seien angesichts der hohen Spitzenmieten Sättigungstendenzen erkennbar.

Der Mietanstieg in sehr guten Einzelhandelslagen habe sich in den vergangenen drei Quartalen spürbar abgebremst, heißt es in dem Bericht. Ursächlich dafür dürfte nicht eine mangelnde Nachfrage, sondern vielmehr das bereits erreichte Mietniveau sein. Immer mehr Betreiber von Einzelhandelsflächen weichen auf kleine und mittlere Städte aus, wie eine Studie von Redos zeigt.

Die Bandbreite der Spitzenmiete zur Jahresmitte 2016 reichte laut DG Hyp von 250 Euro in Köln und Stuttgart bis zu 340 Euro in München. Für das Gesamtjahr 2016 sei nur noch mit partiellem Wachstum zu rechnen, an einigen Standorten dürfte die Spitzenmiete stagnieren.

In München und Stuttgart werde der Anstieg voraussichtlich 1,5 und zwei Prozent betragen, in Berlin fünf Prozent. 2017 sei an den Top-Standorten von einem durchschnittlichen Wachstum von 1,2 Prozent auszugehen.

Spielraum gibt es bei Büro- und Wohnungsmieten

Mehr Spielraum bieten laut DG Hyp Büro- und Wohnungsmieten. Im Durchschnitt der sieben deutschen Top-Standorte sei im Büromarkt mit einem Anstieg der Spitzenmiete für das laufende und kommende Jahr um jeweils rund drei Prozent zu rechnen.

Gleiches gelte für die Erstbezugsmiete im Wohnungsmarkt in sehr guten Lagen. Ein stärkerer Anstieg sei trotz der angespannten Marktlage unwahrscheinlich, da die Erstbezugsmieten schon heute relativ hoch lägen und den Spielraum für weitere Mietsteigerungen begrenzten.

Schlagworte zum Thema:  Einzelhandel, Immobilienmarkt

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