20.09.2013 | Accentro Wohneigentums-Report

Deutschlands "kleine" Großstädte nehmen Fahrt auf

Die Stadt Halle (Saale) hat die Anzahl der Verkäufe um 131 Prozent gesteigert
Bild: gubheinicke ⁄

Berlin bleibt mit 22.568 verkauften Wohnungen 2012 Spitzenreiter, doch insgesamt wurden in den deutschen "Big Seven" 2.000 Wohnungen weniger verkauft als im Jahr zuvor. Gewinner im aktuellen Wohnungseigentums-Report von Accentro sind kleinere Großstädte: Halle (Saale), Fürth und Augsburg.

Die kleineren deutschen Großstädte haben das Transaktionsvolumen des Vorjahres gehalten und punktuell sogar verbessert. An der Spitze stehen Halle (Saale), Fürth und Augsburg. Dabei hat Halle die Anzahl der Verkäufe um 131 Prozent gesteigert, die absolute Verkaufszahl wuchs von 270 auf 624 Wohnungen.

Augsburg, für das im letzten Bericht keine Zahlen vorgelegt wurden, belegt in der Kategorie "Anzahl Verkäufe" den zehnten Platz (3.207) vor Düsseldorf. In Anbetracht des Größe Augsburgs ergibt sich im gesamtdeutschen Vergleich sogar Platz drei mit 11,86 Verkäufen je 1.000 Einwohner.

In dieser Rubrik führt die Wissenschaftsstadt Fürth mit 13,25 Verkäufen je 1.000 Einwohner das Feld an, die Steigerung zum Vorjahr um 59 Prozent ist beträchtlich.

Berlin brilliert, München stagniert

In den 82 bevölkerungsreichsten deutschen Wohnungsmärkten wurden im Jahr 2012 etwa 22,1 Milliarden Euro umgesetzt, das entspricht einem Plus von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 130.327 Wohnungen verkauft, 1,1 Prozent weniger als im Rekordjahr 2011.

Der größte Wohnungsmarkt, der Berliner Markt, hat die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Prozent gesteigert. Insgesamt wechselten in der Hauptstadt 22.568 Wohnungen den Eigentümer. Im Ranking der absoluten Verkaufszahlen folgt München mit 13.160 Einheiten (inklusive Teileigentum) auf Platz zwei und meldet einen Rückgang von 12,4 Prozent im Vorjahresvergleich (-1.864 Wohneinheiten).

Auch der Umsatz in München ging zurück (-5,8 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro). Dennoch hat die Stadt den ersten Platz in dieser Kategorie verteidigt. Der Abstand zum zweitplatzierten Berlin (2012: +12,5 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro), der im Vorjahr noch 822 Millionen Euro betrug, ist deutlich geschrumpft.

Unter den deutschen Top-7-Städten hat lediglich Frankfurt (+11,1 Prozent auf 4.493 verkaufte Wohneinheiten 2012) das Vorjahresergebnis gesteigert. Für Stuttgart (-3,0 Prozent), Hamburg (-5,8 Prozent), Köln (-7,9 Prozent) und Düsseldorf (-22,4 Prozent) ging es bei den absoluten Verkaufszahlen zum Teil kräftig bergab. Der Stadtstaat Hamburg verzeichnet damit bereits den zweiten Rückgang in Folge.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnungseigentum

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