05.10.2012 | CBRE

Deutsche Wohnportfolios ziehen vor allem institutionelle Investoren an

Das dritte Quartal 2012 war geprägt von großvolumigen Pakete
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Deutsche Wohnportfolios gelten vor allem bei institutionellen Investoren weiterhin als eine der gefragtesten Assetklassen. Dem Immobilienberater CBRE zufolge hat sich das Transaktionsvolumen für Wohnpakete ab 50 Wohneinheiten im 3. Quartal 2012 erneut deutlich erhöht.

Und zwar um 1,58 Milliarden Euro auf rund 8,18 Milliarden Euro, Damit war das bundesweite Transaktionsvolumen der ersten drei Quartale fast doppelt so hoch wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Nach Angaben von CBRE wurden bei 147 registrierten Portfoliotransaktionen rund 149.000 Wohneinheiten mit insgesamt mehr als 9,6 Millionen Quadratmetern Wohnfläche gehandelt.

Im dritten Quartal reduzierte sich zwar das Transaktionsvolumen im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Quartalen um rund die Hälfte, jedoch wurde die erste Jahreshälfte im Wesentlichen durch vier Großtransaktionen mit einen Investmentvolumen von insgesamt 4,58 Milliarden Euro und 91.500 verkauften Wohneinheiten dominiert:

  • LBBW-Portfolio an ein Konsortium aus institutionellen Investoren unter der Führung der Patrizia Immobilien AG für ca.1,435 Milliarden Euro;
  • DKB Immobilien-Portfolio an TAG Immobilien AG für ca. 960 Millionen Euro;
  • BauBeCon-Portfolio an Deutsche Wohnen AG für 1,235 Milliarden Euro sowie
  • die Übernahme des „Hawk-Portfolios“ der Speymill Deutsche Immobilien Company durch den Finanzinvestor Cerberus für rund 950 Millionen Euro.

Rechnet man diese großvolumigen Paketverkäufe heraus, war das Ergebnis des dritten Quartals zufriedenstellend. So fanden von den insgesamt 18 Portfoliotransaktionen mit jeweils 1.000 und mehr Wohneinheiten sieben alleine im dritten Quartal statt. Größte Transaktionen hierbei waren der Erwerb eines Pakets aus Bestandswohnungen und im Bau befindliche Projekte durch die Patrizia Immobilien AG für rund 250 Millionen Euro sowie die Übernahme von zirka 3.100 Wohnungen in Berlin-Hohenschönhausen für 110 Millionen Euro durch die Estavis AG.

Auf Käuferseite dominieren börsennotierte Unternehmen

Auf Käuferseite dominierten in den ersten drei Quartalen infolge der großvolumigen Paketverkäufe börsennotierte Immobilienunternehmen mit einem Anteil von rund 40 Prozent am Gesamtvolumen, gefolgt von – überwiegend ausländischen – Asset Manager/Fondsmanager und Versicherungsunternehmen/Pensionsfonds mit jeweils rund 20 Prozent das Geschehen am Investmentmarkt. Der Anteil ausländischer Investoren am gesamten Transaktionsvolumen betrug rund 24 Prozent.

Waren im bisherigen Jahresverlauf die vier Großtransaktionen durch institutionelle Investoren im Hinblick auf das Transaktionsvolumen maßgeblich, zeigt sich bei Betrachtung der Anzahl der Transaktionen, dass bis dato über 60 Prozent in Wohnpakete mit Investitionsvolumina von bis zu 20 Millionen Euro investiert wurden. Darüber hinaus wurde jede vierte Transaktion in der Größenordnung von bis zu 50 Millionen Euro getätigt, wobei der Investitionsfokus hier überwiegend auf die wirtschaftsstarken Metropolen ausgerichtet war.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien, Wohnportfolio

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