2017 scheint es bisher nur eine Richtung zu geben: Beim Immobilienklima und der Immobilienkonjunktur geht es bergauf Bild: Veer Inc.

Die Stimmung der Marktteilnehmer in der deutschen Immobilienwirtschaft bleibt gut. Das Immobilienklima ist im Juni um 1,1 Prozent auf 134,7 Zählerpunkte gestiegen, damit ist der Zuwachs fast doppelt so stark wie im Mai mit 0,6 Prozent. Das zeigt der Deutsche Hypo-Index. Als einiges Segment schwächelt das Hotelklima: Mit einem Minus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat steht es aktuell bei 131,7 Zählerpunkten.

Nach Prognosen der OECD wird der Aufschwung in Deutschland weiter anhalten. Laut Andreas Pohl, dem Vorstandschef der Deutschen Hypo, ist die wirtschaftliche Stabilität ein Merkmal, mit dem Deutschland im internationalen Vergleich derzeit punkten kann, während etwa die Lage in Großbritannien eher als unsicher gilt.

"Mit den Wahlen vergangene Woche wollte die britische Premierministerin Stabilität und ein starkes Mandat für den harten Brexit erwirken", sagt Pohl, "Theresa May hat wahrscheinlich das genaue Gegenteil bewirkt: Eine große Unsicherheit ist entstanden".

Immobilienklima nähert sich dem Höchstwert von Januar

Der Deutschen Hypo zufolge gewinnt das Immobilienklima nach der guten Stimmung im Mai, die laut Pohl vor allem durch den Wahlausgang in Frankreich bestimmt war, der auf ein offenes Europa hoffen lässt, weiter an Dynamik und nähert sich wieder dem Höchstwert des laufenden Jahres (Januar: 137,4 Zählerpunkte).

Für den Zuwachs auf aktuell 134,7 Zählerpunkte im Juni ist vor allem das Investmentklima verantwortlich, das um 1,6 Prozent auf 138,9 Zählerpunkte anstieg. Das Ertragsklima weist ein vergleichsweise geringeres Plus von 0,6 Prozent auf 130,6 Zählerpunkte auf.

Handelsklima hellt sich leicht auf, Hotelklima zeigt negative Tendenz

Im Mai war es das Handelsklima, das eine negative Entwicklungstendenz aufwies, im Juni ist es das Hotelklima: Mit einem Rückgang um 1,6 Prozent steht es nun bei 131,7 Zählerpunkten und damit weiterhin auf dem vorletzten Platz im Ranking. Das Handelsklima bleibt trotz der leichten Steigerung um 0,3 Prozent auf 98,3 Zählerpunkte auf dem letzten Rang.

Logistiklima überholt Büroklima, Wohnklima mit guter Performance

Auch das Büroklima weist nur ein geringes Plus von 0,4 Prozent auf 145,4 Zählerpunkte auf. Die positivste Entwicklung zeigt das Logistikklima: Nachdem im Mai der Zuwachs bei 0,3 Prozent lag, wird im Juni eine Steigerung um 4,6 Prozent erreicht. Mit 148,6 Zählerpunkten überholt es das Büroklima und platziert sich auf Rang zwei.

Auch das Wohnklima liefert mit einem Zuwachs von drei Prozent auf 159,2 Zählerpunkte eine sehr gute Performance.

Optimismus entspricht der Immobilienkonjunktur

Die gute Stimmung bei den Immobilienexperten deckt sich mit der Entwicklung bei der Immobilienkonjunktur: Auch sie stieg laut Deutsche Hypo im Juni weiter an und zwar fast doppelt so stark wie im Mai: Um 1,9 Prozent (Mai: ein Prozent).

Mit aktuell 306,7 Zählerpunkten liegt die Immobilienkonjunktur damit auf einem neuen Rekordniveau. 

Schlagworte zum Thema:  Immobilienkonjunktur, Index

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