Bild: Gabriele Planthaber

Der Immobilienkonjunktur-Index der Deutschen Hypo legt im Mai auf hohem Niveau zu. Die gute Stimmung der Experten spiegelt sich im Immobilienklima wider, das gegenüber April um 0,6 Prozent auf 133,3 Zählerpunkte steigt. Positiven Einfluss hatte laut Deutsche-Hypo-Chef Andreas Pohl der Wahlausgang in Frankreich, der auf ein offenes Europa hoffen lässt, was sich auch auf die Immobilienkonjunktur auswirkt: Der Wert stieg um ein Prozent auf 301,1 Punkte.

Nicht nur die Gesamtwirtschaft, auch die deutsche Immobilienwirtschaft sei von einem offenen Europa und einem freien Handel abhängig, sagte Pohl.

"Die entscheidende Frage ist, ob sich das Immobilienklima das gesamte Jahr über weiterhin gut behaupten wird", sagt Pohl.

Im Gegensatz zum Vormonat, wo nur das Ertragsklima eine positive Entwicklung aufweisen konnte, sind in der aktuellen Auswertung sowohl Ertrags- als auch Investmentklima für die gute Stimmung der befragten Immobilienexperten verantwortlich.

Mit einem Zuwachs von 0,9 Prozent auf 129,8 Zählerpunkte zeigt dabei das Ertragsklima im Mai eine leicht höhere Dynamik als das Investmentklima, das um 0,3 Prozent auf 136,8 Zählerpunkte ansteigt.

Die Stimmung zum Jahresauftakt war eher verhalten.

Handelsklima erlebt Rückschlag – Büroklima zeigt beste Performance

Wurden im April beim Handelsklima seit November 2016 erstmals positive Signale erkennbar, so muss es im Mai wieder einen Rückschlag verkraften. Als einziges Segment verzeichnet es einen Rückgang von 3,7 Prozent auf 98,1 Zählerpunkte und rutscht somit wieder unter die 100-Punkte-Marke.

Die beste Performance zeigt im Mai das Büroklima.

Nach drei schlechteren Monaten steigt es um 2,4 Prozent auf 144,8 Zählerpunkte (April: 141,4). Das Ranking führt mit 154,7 Zählerpunkten weiterhin das Wohnklima an, allerdings lag die Steigerungsrate in diesem Segment im Mai nur noch bei 0,2 Prozent (April: 154,3).

Das Hotelklima steigt um 2,1 Prozent auf aktuell 133,9 Zählerpunkte (April: 131,1). Das Logistikklima positioniert sich im Mai mit 142,1 Zählerpunkten weiterhin im Mittelfeld mit einer Steigerungsrate von 0,3 Prozent (April: 141,6).

Auch die grundlegenden Konjunkturdaten weisen keinen Bruch auf: Die konjunkturellen Rahmenbedingungen sind laut Deutsche Hypo weiterhin sehr gut.

Wirtschaftsziele von Macron wirken sich auch auf Bauzinsen aus

Im aktuellen Zinskommentar der Dr. Klein Privatkunden AG ist auch von Auswirkungen der Intention Macrons, die französische Wirtschaft zu stärken, die Rede. Daraus könnte unter anderem eine Erholung des Anleihenmarktes resultieren. Aufgrund der Schwäche französischer Anleihen in der Vergangenheit hatte die französische Zentralbank Banque de France deutsche und auch US-amerikanische Anleihen mit Aufschlägen belegt, um sie für Investoren unattraktiver zu gestalten.

„Wenn die Märkte erwarten, dass nach den zwei Amtszeiten von Nicolas Sarkozy und François Hollande, die vor allem durch Stillstand geprägt waren, nun Reformen in Frankreich umgesetzt werden, dann wird sich das positiv auswirken“, sagt Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG. Etwa auf die Erwartung an das Wirtschaftswachstum in Frankreich und damit verbunden auch auf die Inflationserwartung im Euroraum.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienkonjunktur, Wahl, Index

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