Das Stimmung am deutschen Immobilienmarkt war schon im Februar gedrückt. Auch im März geben die Experten bei der Befragung für den Deutsche-Hypo-Index ein eher skeptisches Statement ab: Nach der Hochstimmung zu Jahresbeginn sinkt das Immobilienklima zum zweiten Mal in Folge um 1,7 Prozent auf 133,4 Zählerpunkte. Die Aussichten für Büroimmobilien sind gut. Erstmals wird das Segment Wohnen vom Spitzenplatz verdrängt.

Der Verlust resultiert nach Angaben der Deutschen Hypo hauptsächlich aus dem Rückgang des Investmentklimas um 2,7 Prozent auf 134,3 Zählerpunkte. Ein Grund sei der Mangel an qualitativ guten Objekten und die daraus resultierenden hohen Preise. "Da bieten sich einfach zu wenige, interessante Investmentmöglichkeiten", sagt Sabine Barthauer, Mitglied des Vorstands der Deutschen Hypo.

Die Entwicklung des Ertragsklimas zeigt demnach ein vergleichsweise geringes Minus von 0,6 Prozent und kommt in der März-Befragung auf 132,5 Zählerpunkte.

Assets: Wohnklima mit starken Verlusten, Büroklima holt auf

Das Handelsklima, das im Februar deutlich abgestürzt ist, stabilisiert sich im März bei 93,1 Zählerpunkten. Die stärksten Verluste zeigt bei dieser Untersuchung das Logistikklima, das um 4,4 Prozent auf 143,2 Zählerpunkte fällt.

Ebenfalls starke Verluste werden beim Wohnklima beobachtet: Es fällt um 3,5 Prozent auf nur noch 151,1 Zählerpunkte. Einen geringeren Wert hat es laut Deutsche Hypo zuletzt im Juli 2015 gegeben. Trotz mehrerer Abstürze in den vergangenen Monaten lag das Wohnklima zum Jahresende 2017 aber immer noch bei 153 Punkten.

Das Büroklima gibt in der aktuellen Umfrage das positivste Bild ab mit einem marginalen Rückgang um 0,6 Prozent auf nunmehr 151,8 Zählerpunkte. Damit verdrängt das Büroklima das Wohnklima vom Thron und übernimmt erstmals seit Erhebungsbeginn im Jahr 2012 die Spitzenposition im Ranking der Segmente. Das Hotelklima verliert 3,3 Prozent und positioniert sich mit 123,8 Zählerpunkten im Mittelfeld.

Verluste auch bei der Immobilienkonjunktur

Auch bei der Immobilienkonjunktur verzeichnet die Deutsche Hypo Verluste. Mit einem deutlichen Minus von 3,8 Prozent rangiert es im März bei 307,9 Zählerpunkten. Das Unternehmen zieht in Erwägung, dass die Immobilienkonjunktur 2018 durch eine Seitwärtsbewegung geprägt sein könnte.

Schlagworte zum Thema:  Marktanalyse