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Deutsche Anleger investierten seit 2004 weltweit 119 Milliarden Euro

Deutsche Anleger sind international am aktivsten
Bild: PhotoDisc Inc.

Deutsche Anleger investierten in den vergangenen zehn Jahren mehr Kapital in internationale Immobilien als Investoren jeder anderen Nationalität. Der Immobiliendienstleister JLL beziffert das zwischen 2004 und Ende des ersten Halbjahrs 2014 aufgelaufene Investitionsvolumen mit 119 Milliarden Euro. Anleger aus den USA und Großbritannien folgen mit 104 beziehungsweise 79 Milliarden Euro.

Basis der Untersuchung sind Transaktionen mit einem Volumen von jeweils mehr als fünf Millionen US-Dollar sowie alle Arten von Gewerbeimmobilien (Büro, Einzelhandel, Logistik & Industrie, Hotels).

Die aktivsten Kapitalquellen für internationale Investitionen (2004 - H1 2014)

  1. Deutschland 119 Milliarden Euro
  2. USA 105 Milliarden Euro
  3. Großbritannien 79 Milliarden Euro
  4. Naher Osten 78 Milliarden Euro
  5. Singapur 44 Milliarden Euro
  6. Irland 43 Milliarden Euro
  7. Kanada 42 Milliarden Euro
  8. Australien 33 Milliarden Euro
  9. Hong Kong 24 Milliarden Euro
  10. Niederlande 22 Milliarden Euro

Die deutschen Anleger investierten im genannten Zeitraum laut JLL weltweit in mehr als 40 Ländern. Gleichwohl entfallen 82 Prozent des ermittelten Investitionsvolumens auf die etablierten Märkte in Westeuropa und Nordamerika. Rund 80 Prozent der Investitionen beziehen sich auf erstklassige Büroimmobilien. Weitere knapp 15 Prozent flossen in Einzelhandelsobjekte.

"Deutsche Investoren müssen sich zwar in zunehmendem Maße mit starken Wettbewerbern aus Norwegen, China und Kanada auseinandersetzen, wo sich die größten Pensionskassen und Staatsfonds der Welt befinden", so Matt Richards, Head of International Capital Group Europe bei JLL: "Dennoch werden sie ihre starke Präsenz auf den globalen Immobilienmärkten nach unserer Einschätzung beibehalten."

Deutsche Investoren dominieren auch Heimatmarkt

Auch ihren Heimatmarkt haben die deutschen Anleger im genannten Zeitraum dominiert. Im Durchschnitt der letzten Dekade entfällt mehr als die Hälfte des in Deutschland investierten Kapitals auf inländische Investoren.

Bei einer näheren Betrachtung der unterlegenen Bieter zeigt sich jedoch, dass die Nachfrage internationaler Akteure auch hierzulande stärker ist, als es die reinen Transaktionsdaten vermuten lassen. So berechnet JLL auf Basis von Büroimmobilien-Transaktionen der letzten 18 Monate mit Volumina von jeweils über 100 Millionen Euro und einem Gesamtwert von 1,3 Milliarden Euro, dass 65 Prozent der Käufer deutsche Anleger waren.

Allerdings waren gleichzeitig mehr als 70 Prozent der unterlegenen Bieter grenzüberschreitende Investoren aus den USA, Korea, China, der Tschechischen Republik, Kanada, Frankreich und weiteren Ländern. Insgesamt beliefen sich die unterlegenen Gebote auf annähernd sieben Milliarden Euro.

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