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Deutlicher Umsatzrückgang an den Top 6-Bürovermietungsmärkten

Den deutlichsten Umsatzrückgang musste der Frankfurter Büromarkt hinnehmen
Bild: Competo

Nach dem starken Schlussspurt 2012 haben die deutschen Büromärkte im 1. Quartal 2013 deutlich an Schwung verloren: Mit 573.000 Quadratmetern Flächenumsatz in den sechs Märkten errechnete Savills gegenüber dem Vergleichsquartal 2011 ein Minus von knapp 20 Prozent.

Untersucht wurden die Büromärkte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und München in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres. Gemessen am 4. Quartal 2012 beläuft sich der Umsatzrückgang sogar auf ein Drittel.

Den deutlichsten Umsatzrückgang unter den Top 6 musste Frankfurt hinnehmen, wo nicht zuletzt aufgrund der fortlaufenden Konsolidierung im Finanzsektor 53,9 Prozent weniger Büroflächen umgesetzt wurden als im Vorjahr. Ebenfalls zweistellige Umsatzrückgänge verzeichneten Berlin (- 37,2 %) und Köln (- 21,9 %). Auch hier war eine verglichen mit dem Vorjahr geringere Zahl an Großanmietungen hauptverantwortlich.

Den drei Märkten mit Umsatzrückgängen stehen ebenso viele Standorte mit einem Umsatzplus gegenüber: Düsseldorf (+ 4,7 %), Hamburg (+ 8,4 %) und München (+ 10,0 %) wiesen gegenüber dem Vorjahresquartal Zuwächse auf.

Trotz des in Summe rückläufigen Umsatzes setzte sich der Leerstandsabbau weiter fort: Im Durchschnitt über alle Standorte standen Ende März 8,6 Prozent aller Büroflächen leer. Ende vergangenen Jahres lag die Leerstandsquote noch bei 8,7 Prozent. In einzelnen Marktsegmenten lässt sich sogar eine Flächenknappheit ausmachen. So fehlt es beispielsweise in den zentralen Lagen Frankfurts an hochwertigen Flächen unter 1.000 Quadratmetern Größe. Ähnliches gilt für München, wohingegen es in Köln in erster Linie an zentral gelegenen Flächen im mittleren Preissegment mangelt.

Weitere Mietsteigerungen zu beobachten

Bei stark nachgefragten hochwertigen und/oder zentral gelegenen Büroflächen lassen sich weiterhin Mietsteigerungen beobachten. Im Durchschnitt der Top 6 lag die Spitzenmiete Ende des 1. Quartals 3,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Bei Flächen geringerer Qualität beziehungsweise in weniger zentralen Lagen ist der Leerstand nach wie vor recht hoch, zudem sind die Nutzer hier wesentlich preissensibler. Demzufolge liegt die Durchschnittsmiete mit 13,94 Euro pro Quadratmeter auch etwas unter ihrem Vorjahreswert (- 1,0 %).

Insgesamt geht Savills von einer weitgehend stabilen Entwicklung der Büromärkte aus. Der Flächenumsatz wird spätestens in der 2. Jahreshälfte wieder höher ausfallen, so dass ein Jahresumsatz von etwa 2,9 Millionen Quadratmetern erzielt werden dürfte (- 5 % ggü. 2012). Die Spitzenmieten haben noch Aufwärtspotenzial, wohingegen die Durchschnittsmieten weiterhin leicht nach unten tendieren.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büroimmobilie, Büromarkt

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