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Deutliche Umsatzsteigerung am Büroinvestmentmarkt

Münchner Büros waren erneut am begehrtesten
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Investmentumsatz mit Büroimmobilien belief sich im 1. Quartal 2013 auf 2,78 Milliarden Euro. Damit wurde das Vorjahresergebnis um 26 Prozent übertroffen. Außerdem ist es das zweitbeste erste Quartal aller Zeiten, wie die Studie von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) zeigt.

"Gleichzeitig lag das Transaktionsvolumen 24 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt", so Sven Stricker, Geschäftsführer und Bereichsleiter Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Damit hätten Büroobjekte ihre in 2012 zurückeroberte Spitzenposition nicht nur bestätigt, sondern weiter ausgebaut. "Knapp 40 Prozent des gewerblichen Investmentumsatzes in Deutschland wurden in dieser Assetklasse angelegt", ergänzt Stricker. Mehr als drei Viertel des Ergebnisses (2,13 Mrd. €) resultieren aus Einzelverkäufen, wobei bemerkenswert ist, dass lediglich drei Abschlüsse über 100 Millionen Euro getätigt wurden. Portfoliodeals waren für 24 Prozent (658 Mio. €) verantwortlich, wobei der Verkauf eines SEB-Portfolios (420 Mio. €) sowie das sogenannte Xanadu-Paket (180 Mio. €) herausragen.

Den mit Abstand höchsten Anteil am Ergebnis weisen die Big-Six-Standorte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München auf. Mit einem Investmentumsatz von rund 2,1 Milliarden Euro steigerten sie ihr Vorjahresergebnis um 34 Prozent. Mit Ausnahme von Frankfurt, wo 388 Millionen Euro umgesetzt wurden (was einem Rückgang um 33 % entspricht), legten alle Standorte spürbar zu.

In Frankfurt wurde allerdings das erste Quartal 2013 durch einen Großdeal überproportional beeinflusst, wodurch sich der aktuell geringere Umsatz relativiert. Am meisten investiert wurde in München mit knapp 600 Millionen Euro (+38 %), gefolgt von Berlin (430 Mio. €), wo sich die Büroinvestments in den ersten drei Monaten versechsfacht haben.

Auch an B-Standorten und Mittelstädten wurde umfangreich investiert

Um ein Viertel zugelegt hat das Transaktionsvolumen in Hamburg (322 Mio. €). Aber auch Köln mit 199 Millionen Euro (+111 %) und Düsseldorf mit 168 Millionen Euro (+18 %) haben einen beeindruckenden Jahresstart hingelegt. Auch an B-Standorten und Mittelstädten wurde wieder umfangreich in Büroimmobilien investiert. Auf die Städte über 250.000 Einwohner entfallen rund 386 Millionen Euro, und in der Kategorie zwischen 100.000 und 250.000 Einwohnern wurden 74 Millionen Euro registriert. In kleine Städten unter 100.00 Einwohnern sind 108 Millionen Euro in Büroinvestments geflossen.

Alleine fünf Investorengruppen erreichen zweistellige Umsatzanteile. Mit knapp 20 Prozent führen Immobilien AGs das Feld an, gefolgt von Equity / Real Estate Funds mit knapp 14 Prozent. Unwesentlich weniger (knapp 13 %) haben offene Fonds investiert. Darüber hinaus waren aber auch private Anleger / Family Offices (11 %), Spezialfonds (10 %) sowie Versicherungen mit neun Prozent umfangreich am Marktgeschehen beteiligt. Auf ausländische Anleger entfallen rund 35 Prozent des Transaktionsvolumens, wobei sie vor allem im Portfoliosegment aktiv waren.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büroimmobilie

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