12.12.2013 | Destatis

Zahl der Wohngeldempfänger geht um 13 Prozent zurück

2012 gaben Bund und Länder rund 1,2 Milliarden Euro für Wohngeld aus
Bild: Haufe Online Redaktion

Rund 783.000 und damit 1,9 Prozent der deutschen Privathaushalte haben im Jahr 2012 Wohngeld bezogen. Damit ging die Empfängerzahl im Vergleich zu 2011 um 13 Prozent zurück. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.

Im Jahr 2011 erhielten noch rund 903.000 Haushalte Wohngeld, was einem Anteil von 2,2 Prozent aller Privathaushalte entsprach. Als einen Grund für den Rückgang nennen die Statistiker die gute Konjunktur.

In den neuen Ländern (ohne Berlin) wird Wohngeld fast doppelt so häufig in Anspruch genommen wie im früheren Bundesgebiet (einschließlich Berlin).

Am Jahresende 2012 erhielten 3,2 Prozent aller ostdeutschen und 1,7 Prozent aller westdeutschen Privathaushalte Wohngeld. 88 Prozent der Wohngeldhaushalte waren reine Wohngeldhaushalte, in denen alle Haushaltsmitglieder einen Anspruch auf Wohngeld hatten. Zwölf Prozent der Wohngeldhaushalte waren wohngeldrechtliche Teilhaushalte, in denen Personen mit und ohne Wohngeldanspruch wohnten. Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch von reinen Wohngeldhaushalten betrug 114 Euro, der von wohngeldrechtlichen Teilhaushalten 136 Euro.

Höchste Wohngeldausgaben in Mecklenburg-Vorpommern

2012 gaben Bund und Länder zusammen rund 1,2 Milliarden Euro für Wohngeld aus. Im Vergleich zu 2011 sanken die Wohngeldausgaben um 21 Prozent. Damals lagen die gezahlten Wohngeldbeträge bei rund 1,5 Milliarden Euro.

Rein rechnerisch wendete der Staat im Jahr 2012 bundesweit 15 Euro je Einwohner für Wohngeld auf. Am höchsten waren die Wohngeldausgaben je Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern mit 31 Euro (Anteil von 4,4 Prozent), am geringsten in Bayern und im Saarland mit je acht Euro (Anteil von je 1,1 Prozent).

Anteil hessischer Haushalte mit Wohngeld unterm Bundesschnitt

In Hessen bekommen weniger Haushalte Wohngeld als im Durchschnitt der anderen Bundesländer. 1,3 Prozent der Haushalte zwischen Korbach und Odenwald waren Ende 2012 auf den Zuschuss zu den Wohnkosten angewiesen, das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als im Schnitt in Westdeutschland und 0,6 Prozentpunkte weniger als im Bundesdurchschnitt.

Insgesamt bekamen etwa 40.420 Haushalte das zur Hälfte vom Bund und dem Land bezahlte Wohngeld. Das waren 8,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

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