14.10.2016 | Destatis

Wohnungsmieten lassen Inflationsrate steigen

Wachsende Mietkosten haben laut Destatis großen Einfluss auf die wieder gestiegene Inflationsrate.
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Die Verbraucherpreise haben im Juli und August verglichen mit den Vorjahreswerten um 0,4 Prozent zugelegt. Im September waren sie laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) schon um 0,7 Prozent höher als im September 2015. Maßgeblichen Anteil haben die gestiegenen Wohnungsmieten. Damit steigt auch die Inflationsrate.

Vor allem die Preise für Dienstleistungen erhöhten sich: im Vergleich zum September 2015 um 1,3 Prozent. Diese Entwicklung wurde laut Destatis entscheidend durch die Erhöhung der Nettokaltmieten bestimmt (plus 1,3 Prozent gegenüber September 2015) – hierfür wenden private Haushalte etwa ein Fünftel ihrer Konsumausgaben auf.

Dämpfend auf die Gesamtteuerung im September 2016 wirkte Destatis zufolge die Preisentwicklung von Energie (minus 3,6 Prozent gegenüber September 2015). Diese Entwicklung hatte etwa der Deutsche Mieterbund prognostiziert. Haushaltsenergie war 3,7 Prozent günstiger. Dabei war der Preisrückgang bei leichtem Heizöl am stärksten (minus 12,5 Prozent). Strom verteuerte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,7 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energie lag die Inflationsrate im September 2016 bei plus 1,2 Prozent.

Im Vergleich zum August 2016 stieg der Verbraucherpreisindex im September 2016 insgesamt nur geringfügig um 0,1 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Miete, Inflation, Inflationsrate

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