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Nachfrage im Hochbau nimmt um 2,2 Prozent zu

Insgesamt sind die Aufträge um 1,9 Prozent gestiegen
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe sind 2013 im Vergleich zum Jahr 2012 preisbereinigt um 1,9 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, nahm die Baunachfrage im Hochbau um 2,2 Prozent und im Tiefbau um 1,7 Prozent zu. Laut Hauptverband der Deutschen Bauindustrie ist der Umsatz im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 13,7 Prozent gestiegen.

Durchschnittlich waren im Jahr 2013 in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 756.000 Personen tätig – etwa 11.500 Personen mehr als im Jahr zuvor (+ 1,5 %). Der Gesamtumsatz belief sich 2013 auf rund 96,6 Milliarden Euro (+ 3,0 % gegenüber 2012). Im Dezember 2013 sind die Auftragseingänge preisbereinigt um 12,2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen. Dabei nahm die Baunachfrage im Hochbau um 9,7 Prozent und im Tiefbau um 15,8 Prozent zu.

Die Zahl der tätigen Personen lag mit 747.000 um 1,0 Prozent über dem Niveau von Dezember 2012. Der Gesamtumsatz war im Dezember 2013 mit 9,6 Milliarden Euro um 13,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Hauptverband Bau: Umsätze legen im Dezember um 14 % zu

Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie mitteilt, ist der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Dezember 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat um nominal 13,7 Prozent gestiegen. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein moderates Umsatzplus von nominal 3,1 Prozent (real: + 1,5 %). Damit wurden die Erwartungen der Bauverbände vom Jahresbeginn 2013 von 2,0 Prozent übertroffen. Die Bauunternehmen haben die milden Temperaturen und den zusätzlichen Arbeitstag im Dezember genutzt, um ihre hohen Auftragsbestände weiter abzuarbeiten.

Entsprechend zufrieden sind die Bauunternehmen mit ihrer Geschäftslage: 94 Prozent der vom Deutschen Industrie und Handelskammertag (DIHK) Anfang dieses Jahres befragten Unternehmen meldeten eine gute beziehungsweise befriedigende Geschäftslage - so viele wie nie zuvor. Aufgrund der weiterhin zufriedenstellenden Nachfrage nach Bauleistungen ist der Hauptverband für das laufende Jahr zuversichtlich, das Umsatzplus vom Vorjahr noch zu übertreffen - die Branche erwartet einen Anstieg von 3,5 Prozent.

Öffentlicher Bau schneidet im Dezember am besten ab

Für die Beschäftigung geht der Hauptverband von einer weiteren Steigerung auf 765.000 Personen aus - nach einem Personalaufbau um durchschnittlich 1,5 Prozent beziehungsweise 11.500 Personen auf
756.400 Beschäftigte im Jahr 2013. Am besten schnitt der Öffentliche Bau ab. Die Bauunternehmen profitierten im Dezember von der - zum Jahresende zunehmenden - Rechnungsbegleichung der öffentlichen Auftraggeber: Der Umsatz lag um 20,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats (2013: + 4,6 %).

Der Auftragseingang stieg im Dezember um 24,3 Prozent (2013: + 4,0 %). Auch der Wohnungsbau legte zum Jahresende 2013 noch einmal kräftig zu: Sowohl der baugewerbliche Umsatz (+16,5 %) als auch der Auftragseingang (+ 13,8 %) im Dezember an (2013: 4,0 % bzw. 6,2 %) zogen an. Von den expansiveren Investitionsplänen der Industrie profitierte der Wirtschaftsbau: Die Baubetriebe wiesen für diese Bausparte für den Monat Dezember beim Umsatz (+ 7,1 %) und beim Auftragseingang (+ 7,9 %) ein Plus aus (2013: 1,1 % bzw. 2,4 %).

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Bauhauptgewerbe

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