Im Juli 2018 hat das Bauhauptgewerbe nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) insgesamt 9,9 Prozent höhere Umsätze erzielt als vor Jahresfrist. Begründet sei das in der ungebrochenen Nachfrage und höheren Preisen. Die Baupreise liegen aktuell "deutlich über dem Niveau des Vorjahres", teilt die Wiesbadener Behörde mit. Im Hochbau waren die Umsätze im Juli 2018 um 5,7 Prozent höher als im Juli 2017.  

Die Preise für den Wohnungsneubau stiegen im Vergleich von August 2018 mit August 2017 um 4,6 Prozent. Laut Statistischem Bundesamt war das der stärkste Anstieg der Baupreise gegenüber dem Vorjahr seit November 2007. Im Vergleich zum Mai 2018 erhöhten sich die Baupreise im August 2018 um 1,3 Prozent. Alle Preise beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Umsatzsteuer.

Rohbau: Preise für Betonarbeiten steigen um 6,5 Prozent

Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen von August 2017 bis August 2018 um 5,8 Prozent. Unter den Rohbauarbeiten erhöhten sich die Preise für Betonarbeiten um 6,5 Prozent, für Mauerarbeiten um 5,4 Prozent und für Dachdecker- und abdichtungsarbeiten um vier Prozent. Erdarbeiten waren dem Statistischen Bundesamt zufolge um sieben Prozent teurer als im August 2017.

Heiz- und Wassererwärmungsanlagen sind 3,6 Prozent teurer

Die Preise für Ausbauarbeiten nahmen im August 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent zu. Unter den Ausbauarbeiten stiegen die Preise für Tischlerarbeiten um vier Prozent, für Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen um 3,6 Prozent sowie für Nieder- und Mittelspannungsanlagen um 5,5 Prozent. Metallbauarbeiten waren im August 2018 um 3,8 Prozent teurer als im August 2017.

Auch Neubaupreise für Büros gehen hoch

Die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) waren im August 2018 um 4,1 Prozent höher als im Vorjahr. Die Neubaupreise für Bürogebäude stiegen um 4,7 Prozent und für gewerbliche Betriebsgebäude um 4,8 Prozent.

Verteuert haben sich die Preise nach Berechnungen der Statistiker für alle Gewerke: vom Maurer über den Dachdecker bis zum Heizungsinstallateur.

Mehr Beschäftigte in den Baufirmen

Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren im Juli 2018 im Bauhauptgewerbe 2,4 Prozent mehr Beschäftigte tätig als im Vorjahresmonat.

Im Vergleich zu den ersten sieben Monaten 2017 stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe in den ersten sieben Monaten 2018 um 6,6 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 2,5 Prozent.  

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