| Statistisches Bundesamt

Dämpfer für die Bauwirtschaft: 11,9 Prozent weniger Aufträge

Auf dem Bau gab es weniger Aufträge.
Bild: Haufe Online Redaktion

Im Juni 2014 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Juni 2013 preisbereinigt um 11,9 Prozent zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank die Baunachfrage im Hochbau um 13,7 Prozent und im Tiefbau um 9,9 Prozent. Ein Grund für diesen starken Rückgang sei, dass die Auftragseingänge im Juni 2013 außergewöhnlich hoch waren.

Der baugewerbliche Umsatz der Betriebe sank im Juni gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um nominal 1,0 Prozent. Aufgrund der ausgesprochen positiven Entwicklung in den Vormonaten stieg der Gesamtumsatz von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahr immer noch um 12,6 Prozent auf 27,7 Milliarden Euro.

Der Hauptverband sieht in dieser Entwicklung aber noch keinen turn-a-round, zumal der Rückgang auf einen statistischen Basiseeffekt zurückzuführen sei und das Auftragsvolumen im Juni 2014 mit 5,1 Milliarden Euro deutlich über dem Mittel der vergangenen zehn Jahre gelegen habe.

Vom Basiseffekt sind alle Bausparten betroffen, insbesondere aber der Wirtschaftsbau, für den im Juni ein Orderminus von 14,5 Prozent ausgewiesen wird, nach einem Plus von 17,6 Prozent im Vorjahresmonat.  Einen Dämpfer hat auch - ganz unerwartet - der Wohnungsbau hinnehmen müssen: Sowohl der Auftragseingang (minus 11,4 Prozent) als auch der Umsatz (minus 0,9 Prozent) waren im Juni negativ. Allerdings sind beide Indikatoren aufgrund der ausgesprochen guten Entwicklung in den Vormonaten im ersten Halbjahr noch deutlich im Plus: Der Auftragseingang lag um 8,5 Prozent und der Umsatz sogar um 15,4 Prozent über dem Niveau des ersten Halbjahres 2013. Auch die Zukunftsaussichten sind weiterhin positiv: Im ersten Halbjahr diesen Jahres wurden Baugenehmigungen für rund 137.000 Wohnungen erteilt, 9,6 Prozent mehr als im Vorjahr. 

Schlagworte zum Thema:  Statistik, Statistisches Bundesamt, Bauwirtschaft

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