21.07.2014 | Colliers

Crossborder-Investments nehmen um 32 Prozent zu

Stuttgart verzeichnet Mietzuwächse um bis zu 25 Prozent
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Die Spitzenmieten sind im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr in 85 Prozent der europäischen Büromärkte gestiegen oder stabil geblieben. Zu diesem Ergebnis kommt der Immobiliendienstleister Colliers. Die größten Zuwächse verzeichnet Deutschland. Grenzüberschreitende Investitionen in Europa sind um 32 Prozent auf über 44 Milliarden Euro angewachsen.

Internationale Investoren sind sie für etwa 57 Prozent der europäischen Transaktionssumme von 77 Milliarden Euro verantwortlich.

Ungefähr 53 Prozent des grenzübergreifenden Kapitals kamen dabei nicht aus Europa. Während in Central London weiterhin asiatische Investoren dominieren und dabei eine Rendite von mittlerweile unter fünf Prozent akzeptieren, kommt die Studie „Colliers’ Capital Flows Quarterly“ zu dem Ergebnis, dass verbesserte Konjunkturaussichten und ein solideres Marktverständnis Investoren aus Asien für mehr Risikofreude sorgen.

Zudem nehmen asiatische Investoren, vor allem Versicherer aus Südkorea, China und Taiwan – an Bieterverfahren in Paris und den deutschen Top 7-Städten teil, doch auch Madrid und Rom werden bei ihnen immer beliebter. Auch kanadische Investoren werden in Europa immer aktiver. Gemeinsam mit australischen Fonds und Staatsfonds wie NBIM und Kuwait Investment Authority wollen sie in Europa expandieren.

Deutsche Investoren sind besonders im Central Business District (CBD) von Amsterdam aktiv. Das Transaktionsvolumen in den Niederlanden erreichte allein im ersten Halbjahr knapp vier Milliarden Euro (+70 Prozent im Jahresvergleich), von denen 2,4 Milliarden Euro ausländisches Kapital waren.

Spitzenmieten für Top-Immobilien steigen weiter

So stiegen die Spitzenmieten für Class-A-Büroflächen im Central Business District (CBD) von Stuttgart um 25 Prozent. Auch in München sind die Mieten für vergleichbare Flächen das siebte Halbjahr in Folge seit dem zweiten Halbjahr 2010 gestiegen.

In Amsterdam sind die Mieten in den letzten 18 Monaten gestiegen. Das verdeutlicht die Erholung im Prime Office-Markt angesichts des wachsenden Abstands zwischen Spitzen- und Nebenlagen in den Niederlanden. Auch der Amsterdamer Investmentmarkt verzeichnet positive Ergebnisse: Die Spitzenrenditen sind seit Ende 2013 um 40 Basispunkte gestiegen, das Investitionsvolumen hat deutlich zugenommen.

Selbst in südeuropäischen Märkten wie Madrid und Lissabon, von denen letzterer seit 2009 eine besonders deutliche Kurskorrektur durchgemacht hat, steigen die Spitzenmieten wieder. In Lissabon legten die Mieten im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,4 Prozent zu. Trotz dieser Zunahme ist eine dauerhafte Erholung der Mietmärkte in Südeuropa nicht vor Ende dieses Jahres zu erwarten, wahrscheinlich sogar erst 2015.

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