| Savills

Cross-Border-Investoren sorgen für höchsten Umsatz in Europa seit 2007

Vor allem die peripheren Märkte sind im Aufschwung
Bild: GOODSHOOT

Im vergangenen Jahr wurde europaweit ein Gesamttransaktionsvolumen von 141 Milliarden Euro verzeichnet. Das ist dem Immobiliendienstleister Savills zufolge der höchste europaweite Umsatz seit 2007 beziehungsweise ein Anstieg um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Cross-Border-Investoren spielen laut Savills eine bedeutende Rolle im Aufschwung vor allem der peripheren Investmentmärkte.

77 Prozent dieses Investmentumsatzes wurde in den Core-Märkten Großbritannien, Deutschland und Frankreich generiert. Prozentual noch stärker war das Wachstum in den peripheren Märkten. Die Märkte in Griechenland (+1011 %), Irland (+210 %) und Italien (+138 %) erzielten neben UK (+43 %), Polen (+28 %) und Deutschland (+20 %) die höchsten Zuwächse im Transaktionsvolumen gegenüber dem Vorjahr. Vor allem in Griechenland stieg das Investitionsvolumen als Folge der Privatisierung des Verkaufs öffentlicher Gebäude um das Zehnfache auf 900 Millionen Euro.

Für 2014 prognostiziert Savills zweistellige Zuwächse in Irland (+32 %), Schweden (+30 %) und Frankreich (+24 %) und damit eine Rückkehr zu normaler Aktivität. Auch für Spanien (+19 %) wird eine zweistellige Zuwachsrate erwartet, da das Interesse an diesem Markt anhaltend hoch ist und die Investoren der Auffassung sind, dass die Preise die Talsohle erreicht haben.

Cross-Border-Investoren spielen bedeutende Rolle im Aufschwung

Bei diesen Käufern handelt es sich vorwiegend um opportunistische Fonds, die an höheren Renditen interessiert sind. So stieg der Anteil an Cross-Border-Investments in Spanien signifikant von 36 Prozent in 2012 auf 78 Prozent in 2013. Auch Italien verzeichnete im gleichen Zeitraum einen deutlichen Anstieg von 64 auf 79 Prozent. Zusammen mit Polen (91 %) wiesen Spanien und Italien unter den Märkten, die Bestandteil der Analyse sind, den höchsten Anteil an Cross-Border-Investments auf. In den Core-Märkten dominierten einheimische Investoren mit Anteilen zwischen 67 Prozent in Frankreich und Deutschland bis 88 Prozent in Schweden weiterhin das Geschehen.

Für 2014 weitere Internationalisierung in den Core-Märkten erwartet

Für das kommende Jahr erwartet Savills eine weitere Internationalisierung der Investoren in den Core-Märkten sowie eine breitere Investorenbasis in den peripheren Märkten. Ausländische Investoren dominieren in vielen europäischen Märkten die Investitionstätigkeit.

Außereuropäische Käufer haben ihren Anteil am Investitionsvolumen in der betrachteten Region von 25 Prozent in 2012 auf annähernd 30 Prozent ausgebaut. Der Analyse zufolge verzeichneten 2013 alle Assetklassen ein höheres Transaktionsvolumens als im Vorjahr, wobei der Anstieg im Industriesektor mit +27 Prozent am deutlichsten ausfiel.

Mit einem Anteil von 47 Prozent am Gesamtinvestitionsvolumen im Durchschnitt der untersuchten Märkte dominiert der Bürosektor weiterhin das Transaktionsgeschehen. Dies stellt einen leichten Rückgang gegenüber dem Anteil von 51 Prozent in 2012 dar.

Die Spitzenrenditen für CBD-Büroobjekte in London, Paris und den Top-6-Büromärkten Deutschlands sind mit durchschnittlich 4,2 Prozent zum Jahresende 2013 auf das Niveau von 2007 zurückgekehrt. Im Durchschnitt lag die Spitzenbürorendite im vierten Quartal 2013 bei durchschnittlich 5,2 Prozent und damit 19 Basispunkte unter Vorjahresniveau. Damit sind die Renditen das sechste Quartal in Folge rückläufig.

Die Shoppingcenter-Spitzenrenditen lagen der Analyse zufolge im vierten Quartal 2013 bei durchschnittlich 5,8 Prozent gegenüber sechs Prozent im Vorjahr. Im Gegensatz dazu liegen die Spitzenrenditen für Logistikobjekte aktuell bei 7,4 Prozent gegenüber 7,7 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Savills geht davon aus, dass die Spitzenrenditen für Logistikobjekte in der Hälfte der analysierten Märkte zurückgehen, da sich der Sektor zunehmend als Anlageklasse etabliert. Dies ist vor allem auf das Wachstum des eCommerce und den Eintritt einiger großer US-amerikanischer und britischer institutioneller Investoren in die Märkte des europäischen Festlands zurückzuführen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister

Aktuell

Meistgelesen