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Cross-Border-Investoren sind wieder an Europa interessiert

London alleine zeichnet für 23 Prozent verantwortlich
Bild: Haufe Online Redaktion

In seiner aktuellen Analyse zum europäischen Investmentmarkt berichtet Savills, dass internationale Cross-Border-Investoren Europa wieder stärker im Fokus haben. Auch 2013 dürfte sich dieser Käufertyp als der wichtigste Motor des Marktes herausstellen, vor allem in Großbritannien.

Savills zufolge haben ausländische Investoren ihre Präsenz in Großbritannien von 35 Prozent auf 46 Prozent im Zeitraum 2011 bis 2012 ausgebaut. In Deutschland von 35 Prozent auf 47 Prozent, in Polen von 90 Prozent auf 96 Prozent und Frankreich von 42 Prozent auf 45 Prozent. Dabei ist ein gestiegenes Interesse an Europa insgesamt zu verzeichnen.

Das Interesse an Europa ist nicht nur auf Käufer aus Europa selbst begrenzt, sondern auch Investoren aus Asien, dem Nahen Osten und den USA haben ihr Anforderungsprofil erweitert. Besonders erwähnenswerte neue Marktakteure sind unter anderem der lateinamerikanische Fonds Carso, der Ende 2012 erste Investitionen in Spanien tätigte und der staatliche Ölfonds aus Aserbaidschan, der in den französischen Markt eingestiegen ist.

Darüber hinaus war das Jahr 2012 von einem signifikanten Anstieg der Investitionstätigkeit seitens Staatsfonds aus Norwegen, dem Nahen Osten und Asien gekennzeichnet, was zu größeren Deals sowie einem Anstieg der Portfoliotransaktionen führte.

Europas Investmentmarkt weiterhin polarisiert

Der Analyse von Savills Research zufolge zeigt sich der europäische Investmentmarkt weiterhin polarisiert. So zeichneten Großbritannien, Deutschland und Frankreich im vergangenen Jahr für 74 Prozent des Gesamttransaktionsvolumens (der 13 analysierten Länder*) verantwortlich, das mit 116,9 Milliarden Euro ein Plus von 10,3 Prozent gegenüber 2011 verzeichnete. Dabei konzentrierte sich das Investoreninteresse nicht nur auf diese drei Länder, sondern die Aufmerksamkeit richtete sich zunehmend auf einige wenige Städte: 50 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens entfiel auf London, Paris, Berlin, München, Frankfurt und Stockholm, wobei London alleine für 23 Prozent verantwortlich zeichnete.

Außerdem wurde eine Portfoliodiversifizierung festgestellt, da die Käufer aufgrund des Mangels an hochwertigen Produkten dazu neigen, alternative Assetklassen zu prüfen. Insbesondere Mehrfamilienhäuser und Entwicklungsgrundstücke sowie studentische Wohnanlagen verzeichneten vermehrtes Interesse. Das Unternehmen stellt jedoch ebenfalls Kennzahlen von Real Capital Analytics dar, nach denen Büroimmobilien mit einem Anteil von 54 Prozent am europäischen Gesamtinvestitionsvolumen auch in 2012 das eindeutig favorisierte Produkt waren. Dahinter folgt das Einzelhandelssegment mit einem Anteil von 28 Prozent.

*Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, Spanien, UK 

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilieninvestoren

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