Analysten und Marktbeobachter erwarten einhellig, dass sich Coworking als Segment als feste Größe im Büromarkt etablieren wird. Die derzeitigen Wachstumsraten werden allerdings kaum zu halten sein.

CBRE-Analyst Jan Linsin verweist dabei auch auf kulturelle Änderungen.

„In anderen Ländern sitzt man heute schon enger und schafft es trotzdem, ruhig und konzentriert zu arbeiten.“ CBRE-Analyst Jan Linsin

Zudem sei eine Generation herangewachsen, die zum Teil einen „Sitzsack dem Schreibtisch vorzieht“.

Kein Grund für trübe Aussichten

Die Firmen selbst sehen ebenfalls wenig, was die Aussichten trüben könnte – stattdessen um so mehr Platz für gleichberechtigt nebeneinander existierende Geschäftsmodelle. Designoffices-Chef Michael Schmutzer erwartet wachsende Nachfrage nach Komplettpaketen, ähnlich wie bei Boardinghouses im Wohnbereich, rent24 bei Kombiangeboten wie Wohnen oder Sport und Arbeiten. WeWork hat angekündigt, initiativ auf Unternehmen zuzugehen und die gesammelte Expertise beim Umbau von Büroräumen anzubieten.

Erwartet wird eine leichte Konsolidierung

Eine leichte Konsolidierung ist nach Ansicht der Experten zwar zu erwarten und es dürfte schwer sein, die derzeitigen Wachstumsraten zu halten, schätzt etwa Savills-Experte Mornhart.

Der eigentliche Knackpunkt allerdings kommt mit der nächsten Rezession.

„Werden die Anbieter dann mit Leerstand kämpfen – oder wird es genau die Flexibilität sein, die Unternehmen zu schätzen wissen und um so mehr auf die Anbieter temporärer Büroflächen bauen?“ Colliers-Analyst Wolfgang Speer

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