Coworking in seiner Ausprägung als verlängertes WG-Wohnzimmer bleibt ein Großstadtphänomen: Hier treffen die Anforderungen an moderne Büroflächen auf das passende Lebensgefühl ihrer Nutzer.

„Es geht weniger um eine deutschlandweite Ausbreitung, sondern um die Positionierung innerhalb der Top-Standorte“, sagt Riza Demirci von BNP Paribas Real Estate.

Die Preise sind zweitrangig

Die Preise, die im verknappten Angebot für solche Flächen aufgerufen werden, seien dabei eher zweitrangig, bekräftigt friendsfactory-Chef Gregor Gebhardt. Den Unternehmen gehe es darum, am Puls der Zeit zu bleiben. Und auch wenn beim Thema Datensicherheit noch Fragen offen sind – am virtuellen Netzwerk von Coworking-Anbietern, in das Startups, Etablierte und externe Dienstleister gleichermaßen einspeisen, wollen auch Konzerne teilhaben.

Kosten neutralisieren sich nach drei Jahren

Entsprechend tendieren die meisten Businessmodelle bei Coworking-Anbietern zu Mitgliedschaften mit regional oder zeitlich gestaffelten Preisen. JLL-Experte Leimbach rechnet vor, dass sich bei einem Unternehmen mit zehn Mitarbeiten à 15 Quadratmeter die Kosten für einen Platz nach drei Jahren neutralisieren (mit 187.000 Euro); bis dahin ist Coworking billiger.

„Bei langfristiger Planung lohnt sich aus einer rein finanziellen Sicht eher der Umzug ins klassische Büro.“ Stephan Leimbach, JLL-Experte

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