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Studie: 179 von 544 Fintech-Unternehmen sitzen in Berlin

Berlin spielt in der Fintech-Szene nach wie vor eine führende Rolle
Bild: Statista ⁄

Von den 544 Finanz-Start-ups (Fintechs) in Deutschland waren laut einer Studie der Bank Comdirect Ende September alleine 179 in Berlin ansässig. Damit sei der Abstand zu München (62), Frankfurt am Main (58), Hamburg (53) und Köln (19) sehr groß. "Berlin ist in einer anderen Liga", so Comdirect-Chef Arno Walter.

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Finanz-Start-ups in Deutschland laut Comdirect-Studie mit mehr als 150 Gründungen deutlich gewachsen. Auch wenn sich etablierte Unternehmen eher in München, Frankfurt oder Hamburg befinden, die jungen Finanzfirmen machen den etablierten Unternehmen immer mehr Konkurrenz: So bieten sie etwa digitale Anwendungen unter anderem für die Bewertung von Immobilien an.

Aber auch in anderen Großstädten ist viel Bewegung, heißt es in der Studie. So ziehe München viele Gründer für Immobilien-Dienstleistungen an und in Hamburg und Frankfurt dominierten Start-ups für Finanzierungen. Hier habe die hessische Bankenmetropole zuletzt gegenüber Berlin aufgeholt.

Junge Fintech-Unternehmen zieht es auch zunehmend nach Frankfurt und Umgebung

Hier liegt vor allem die Rhein-Main-Neckar-Region als FinTech-Hotspot nur knapp hinter Berlin, wie eine Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) zeigt. „Die Region ist sehr viel weiter und dynamischer als gemeinhin angenommen“, sagt Jan-Erik Behrens, einer der Autoren der Studie und Executive Director bei EY.

„Es gibt hier erstaunlich viele FinTech-Unternehmen, die still, aber wirkungsvoll ihrer Arbeit nachgehen". Im deutschlandweiten Vergleich stehe die Region Rhein-Main-Neckar auf Rang zwei hinter Berlin und deutlich vor München, so Behrens. Vor allem in der jüngsten Vergangenheit habe die Region deutlich an Dynamik zugelegt.

Schlagworte zum Thema:  Unternehmen, Startup, Berlin, Studie

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