12.03.2014 | CBRE/Colliers

Investoren in Europa wieder risikobereiter

Das Vertrauen in die europäischen Märkte ist wieder da
Bild: Haufe Online Redaktion

Immobilieninvestoren in Europa sind wieder risikobereiter: CBRE zufolge sank die Zahl der Core-Anleger von 42 Prozent im Jahr 2013 auf 35 Prozent in diesem Jahr. Dabei ist für 29 Prozent der Befragten Großbritannien der attraktivste Markt. Das sehen laut Colliers auch Institutionelle so: Sie agieren weniger risikoscheu und haben ihre Investments alleine in Central London im Jahr 2013 von 1,2 auf 2,5 Milliarden britische Pfund mehr als verdoppelt.

Für 71 Prozent der für den aktuellen CBRE "European Real Estate Investor Intentions Survey" befragten europäischen Investoren ist Westeuropa die attraktivste Region weltweit. Nur rund ein Drittel (36 Prozent) planen außerhalb Europas zu investieren.

Deutschland landet mit 21 Prozent auf dem zweiten Platz hinter Großbritannien. Auf den dritten Platz hat sich mit einem Anteil von 19 Prozent Spanien geschoben. Im vergangenen Jahr hatten nur sechs Prozent der Investoren für Spanien gestimmt.

Die attraktivste Stadt ist wie in den vergangenen Jahren mit einem Anteil von rund 30 Prozent London. Auf den zweiten Platz mit etwa 19 Prozent wurde Madrid gewählt, nachdem im vergangenen Jahr lediglich zwei Prozent die spanische Hauptstadt als besonders attraktiv einschätzten. Auf Platz drei landet Berlin (8 Prozent) knapp vor der bayerischen Landeshauptstadt München (6 Prozent). Hamburg komplettiert das gute deutsche Ergebnis auf dem neunten Platz.

Risikobereitschaft der Investoren nimmt weiter zu

Laut der Umfrage wollen die Investoren 2014 deutlich risikoreicher investieren. Fast die Hälfte der Befragten haben Sekundärimmobilien im Investmentfokus und eine deutliche Mehrheit von 65 Prozent sehen die attraktivsten Investments außerhalb des Core-Markts. 2012 lag dieser Anteil noch bei 58 Prozent. Eine große Mehrheit (67 Prozent) der Anleger erwartet zudem, dass ihre Investmentaktivitäten in diesem Jahr höher sein werden als im Jahr 2013.

Der Anteil der Investoren, die Sekundärimmobilien am attraktivsten sehen, hat sich von 25 Prozent im Vorjahr auf 33 Prozent erhöht. Die Attraktivität von opportunistischen Immobilieninvestments hat sich von 25 Prozent auf 28 Prozent gesteigert.

Colliers: Institutionelle Investoren agieren in Europa risikobewusst

Institutionelle Investoren werden dem Immobiliendienstleister Colliers International zufolge ihre Mittel in Europa umstrukturieren. Da sie Investitionen mit höheren Renditen suchen, werden sie sich von festverzinslichen Produkten und Aktien hin zu Immobilien orientieren. Das ist die Kernaussage des Reports "A New Era for Institutional Investment in Europe: From Risk Averse to Risk Aware“, der auf der Immobilienmesse Mipim in Cannes vorgestellt wurde.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

  • Die Zeit, in der institutionelle Investoren risikoscheu investiert haben, kann aufgrund der Notwendigkeit von höheren Renditeerwartungen der Investoren und wachsender Vorsorgepflichten, bald vorbei sein.
  • Aufgrund der jüngsten Spitzenwerte von Aktien und Anleihen werden institutionelle Anleger nun wieder vermehrt ihr Augenmerk auf Immobilien lenken.
  • Eine Immobilieninvestitionssteigerung um ein Prozent von EU-Pensions- und Versicherungsfonds, würde zu neuem Investitionskapital in Höhe von 60 Milliarden Euro führen.
  • Niedrige Zinsen lassen darauf schließen, dass es noch Spielraum für einen weiteren Rückgang der Renditen gibt, und da sich die Finanzierungsverfügbarkeit verbessert, wird auch die Fremdkapitalaufnahme die steigenden Investitionen unterstützen.

Das weltweit in Immobilien getätigte Investitionsvolumen ist im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gestiegen. Die Investitionen in Europa, Süd- und Nordamerika liegen immer noch bei 60 Prozent des Niveaus von 2007. Somit gibt es in diesen Märkten nach Angabe von Colliers International einen großen Spielraum nach oben. In Großbritannien haben sich die institutionellen Immobilieninvestitionen in Central London bereits im Jahr 2013 von 1,2 auf 2,5 Milliarden britische Pfund mehr als verdoppelt.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilieninvestoren

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