01.10.2013 | CBRE

Handel mit Wohnungsportfolios legt im Schlussquartal 2013 noch einmal zu

Zum Jahresende wird der Handel mit Wohnungspaketen noch einmal zulegen
Bild: Haufe Online Redaktion

In den ersten drei Quartalen 2013 wurden laut Immobiliendienstleister CBRE deutschlandweit rund 8,21 Milliarden Euro in Wohnpakete und Wohnanlagen investiert. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um fünf Prozent. Für das Schlussquartal erwartet CBRE wieder eine höhere Dynamik.

Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 141 Transaktionen registriert, bei denen mehr als 125.000 Wohneinheiten und mehr als 7,5 Millionen Quadratmeter Wohnfläche den Eigentümer wechselten. Das Gros der Investoren, gemessen am Transaktionsvolumen, stammt dabei zu knapp 91 Prozent aus der DACH-Region, wobei deutsche Investoren mit einem Anteil von vier Fünfteln den heimischen Markt aber eindeutig dominieren.

Berlin bleibt Maß der Dinge in Sachen Investments in Wohnimmobilien

Dominierender Deal in den ersten drei Quartalen war die Übernahme der Bayern LB-Wohntochter GBW mit insgesamt etwa 32.000 Wohneinheiten durch ein Konsortium aus Versorgungswerke, Versicherungen und zwei Pensionskassen unter der Führung der Patrizia, die zukünftig hierbei auch als Investment- und Asset-Manager agieren wird.

Daneben wurden weitere 15 Investmenttransaktionen mit jeweils mehr als 100 Millionen Euro, im Wesentlichen von börsennotierten Wohnungsgesellschaften, registriert, deren Transaktionsvolumen zusammen in etwa dem Milliarden-Deal aus dem Verkauf der GBW AG entspricht. Dementsprechend dominierten auf Käuferseite diese beiden Investorengruppen mit zusammen über 60 Prozent am gesamten Transaktionsvolumen den Markt.

"Berlin ist nach wie vor das Maß der Dinge in Sachen Investments in Wohnimmobilien", sagt Michael Schlatterer, Team Leader Residential Valuation bei CBRE in Berlin. Zwar sei auch in den Flächenstaaten Bayern und Nordrhein-Westfalen im Jahresverlauf eine rege Investitionstätigkeit registriert worden, aber die Bundeshauptstadt bleibe mit einem Anteil am Transaktionsvolumen von rund einem Viertel der gefragteste Investmentstandort hierzulande.

CBRE: Dynamisches Schlussquartal 2013 - verhaltener Start 2014

"Für das Schlussviertel erwarten wir am Investmentmarkt für Wohnportfolios eine recht hohe Transaktionsdynamik, sodass das sehr gute Vorjahresergebnis noch einmal überboten wird", so Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland in seinem Fazit.

Insgesamt dürfte das Transaktionsvolumen seiner Ansicht nach zum Jahresende bei etwa 11,5 Milliarden Euro liegen, was angesichts einiger größeren Pakte im Markt recht realistisch erscheine. Für 2014 seien die Erwartungen an die Höhe des Investitionsvolumens wieder etwas verhaltener.

"Zwar sind die Wirtschaftsaussichten für den Standort Deutschland im kommenden Jahr weiter recht positiv", so Linsin, "aber der Mangel an Core-Produkten sowie die Tatsache, dass weniger Großportfolios mit Restrukturierungshintergrund auf den Markt kommen werden, sorgen tendenziell dafür, dass das Transaktionsvolumen 2014 vermutlich rückläufig sein wird."

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien

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