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181 Neuanmietungen durch Luxusfilialisten

Die Münchner Maximilianstraße ist einer der Magnete für internationale Luxusretailer
Bild: Kigoo Images

Internationale Luxus- und Premium-Retailer drängen weiter auf den deutschen Einzelhandelsmarkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Immobiliendienstleisters CBRE. Alleine in Berlin gab es 2013 35 Markteintritte, in Frankfurt am Main 29, in München 22. Am aktivsten waren französische und italienische Luxuslabels mit je zehn neuen Pilotstores.

Dabei standen sowohl die Kernluxuslagen der deutschen Einzelhandelszentren in Frankfurt (Goethestraße), München (Maximilianstraße), Berlin (Westlicher Kurfürstendamm zwischen Bleibtreustraße und Olivaer Platz), Hamburg (Neuer Wall) und Düsseldorf (Königsallee zwischen Schadowstraße und Grünstraße) mit 72 Vermietungen als auch Luxuserweiterungslagen mit 109 Neuanmietungen im Fokus der Aktivitäten.

Für 2014 wird das Marktvolumen für Luxusgüter auf dem mit 440 Milliarden Euro Umsatz prognostizierten deutschen Einzelhandelsmarkt auf rund neun Milliarden Euro geschätzt.

Höchste Vermietungsaktivitäten in Hamburg, Frankfurt und Berlin

Zwischen 2011 und 2013 wiesen insbesondere der Neue Wall in Hamburg mit 22 Neuvermietungen, die Goethestraße in Frankfurt mit 21 und der Kurfürstendamm in Berlin mit 14 eine hohe Vermietungsaktivität auf. München und Düsseldorf registrierten indes zehn beziehungsweise fünf Neuanmietungen.

Hohe Dynamik zeigt sich auch an den Entwicklungen der Spitzenmieten

Die Spitzenmieten in den deutschen Kernluxusmärkten sind zwischen 2005 und 2014 kontinuierlich gestiegen und liegen derzeit in Berlin bei 200 Euro pro Quadratmeter, in Frankfurt bei 300 Euro pro Quadratmeter und in München bei 360 Euro pro Quadratmeter. In Hamburg und Düsseldorf sind die Spitzenmieten mit 330 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise mit 300 Euro pro Quadratmeter jeweils sogar höher als in den hochfrequentierten Konsumlagen.

CBRE prognostiziert im Report, dass die Spitzenmieten im Jahr 2020 teilweise bei 410 bis 430 Euro pro Quadratmeter (Maximilianstraße) und 370 bis 390 Euro pro Quadratmeter (Neuer Wall und Königsallee) liegen werden.

Berlin, Frankfurt und München in den ToP-14 der Markteintritte

Der deutsche Luxuseinzelhandelsmarkt profitiert vor allem durch die globale Ausrichtung von Luxusunternehmen. Im Zuge der globalen Expansionsbestrebungen und damit verbundener weltweiter Markenkommunikation liegt zudem ein entscheidender Fokus darauf, mit Flagship Stores als Interaktionspunkt zwischen Kunde und Marke in den Einkaufsmetropolen präsent zu sein.

Insbesondere Berlin mit 35, Frankfurt mit 29 und München mit 22 Markteintritten internationaler Retailer im vergangenen Jahr zählen hierbei im globalen Vergleich zu den aktivsten Städten. Darüber hinaus entstehen neue Vertriebskonzepte, sodass die Hersteller ihre Premium- und Luxusgüter nicht mehr nur über Warenhäuser und den spezialisierten Fachhandel, sondern über eigene Retail-Geschäfte oder durch Partner betriebene Filialen vertreiben.

70 Prozent des Absatzes des Luxusgeschäfts werden weiterhin über das Wholesale-Geschäft erreicht, doch wird die Anzahl der Own Retail Stores weiter ansteigen. Hinzu kommt, dass Zweitmarken, die zuvor nur in den Flagship Stores der Hauptmarken und unabhängige Fachhändler vertrieben wurden, einen eigenen Markenauftritt und entsprechend auch ein eigenes Storekonzept erhalten.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Einzelhandelsimmobilie

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