Das Forschungsprojekt sucht nach dem richtigen Weg, um Ressourcen zu sparen und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen. Bild: Fotolia LLC.

Wie können die Bürger weniger Ressourcen verbrauchen, indem sie ihre sozialen Praktiken beim Wohnen, Einkaufen oder Fortbewegen verändern? Um diese Fragestellung geht es in einem nach Angaben der Beteiligten einzigartigen Verbundprojekt der Stadt Flensburg und der Europa-Universität Flensburg. Dafür werden sie in den kommenden drei Jahren vom Bundesforschungsministerium mit 530 000 Euro gefördert.

Das Flensburger Projekt ist das einzige von 26 geförderten Projekten, das erforscht, wie die Ziele durch eine "Politik der Suffizienz" erreicht werden können. Im Mittelpunkt des Vorhabens stehe damit die politisch heikle Frage, wie Kommunalpolitik das Wohlergehen ihrer Bürger ermöglichen kann, ohne dafür immer weiter wachsen zu müssen, hieß es.

Der Professor für Transformationsdesign an der Uni Flensburg, Harald Welzer, sieht das als besondere Stärke des Projekts.

"Zukunft besteht im Moment hauptsächlich aus Schlagwörtern mit 'smart' davor: Smart City, Smart Meter oder Smart Grid. Aber für technikgetriebene Einsparungen durch mehr Effizienz muss man immer erst mal Aufwand treiben, also zum Beispiel neue Geräte installieren." Harald Welzer, Professor für Transformationsdesign an der Uni Flensburg

Das für Flensburg bewilligte Vorhaben gehe einen anderen Weg. "Es untersucht Maßnahmen, die darauf zielen, zugleich den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen, und zwar nicht durch mehr Technik, sondern durch mehr Intelligenz."

Schlagworte zum Thema:  Forschung, Stadtentwicklung

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