04.05.2012 | Studentische Wohninvestments

BulwienGesa entwickelt neues Scoring-Modell

Die steigende Nachfrage wird durch ausländisches Interesse gestützt
Bild: Haufe Online Redaktion

Laut eines neuen Scorings haben 21 deutsche Metropolen und Mittelstädte beste Chancen-/Risikoprofile für studentische Wohninvestments. Das Scoring-Modell entwickelte BulwienGesa gemeinsam mit der International Campus AG.

Erstellt wurde das umfangreiche Scoring über den Wohnmarkt für Studenten in allen deutschen Hochschul- und Universitätsstädten mit mindestens 7.000 Studierenden. Die Analyse zeigt, welche der insgesamt 64 Städte das beste Chance-/Risikoprofil aus Sicht von Investoren aufweisen.

München geht mit deutlichem Abstand (81,8) als Gewinner aus dem Scoring hervor. Danach folgen mit Hamburg (69,5), Frankfurt am Main (69,2), Berlin (68,7),  Köln (67,0) und Hannover (65,5) fünf weitere deutsche Großstädte. Die nachfolgenden Städte Erlangen (65,1) und Heidelberg (65,9) sind jeweils deutlich kleiner, jedoch stark studentisch geprägt.

Weitere Städte mit einem Scoring von über 55 Prozent sind unter anderem Freiburg (60,7), Bremen (58,3), Mainz (57,7) und Jena (55,3). Zu den Verlierern des Scorings zählen unter anderem Duisburg (31,6), Cottbus (22) und Chemnitz (20,6). Hier ist ein Investment in studentisches Wohnen mit großen Risiken behaftet.

Am stärksten gewichtet: Der Status Quo mit 70 Prozent

In die Analyse gingen Kriterien aus drei Bereichen ein: Historie, Prognose und Status Quo. Am stärksten gewichtet wurde der Status Quo mit 70 Prozent. „Generell bieten Hochschul- und Universitätsstädte mit einem Scoring von über 55 Punkten sehr gute Voraussetzungen für ein Investment im Bereich studentisches Wohnen", sagt Dr. Heike Piesecki, Partnerin bei BulwienGesa. "Nach unserer Analyse fallen darunter 21 Standorte in Deutschland.“

„Das Scoring belegt, dass sich Nettoanfangsrenditen von fünf bis sechs Prozent erzielen lassen, wenn die Lage stimmt", ergänzt Horst Lieder, Vorstandsvorsitzender der International Campus AG. Demnach liegen die Renditen von Studentenwohnhäusern häufig über denen von Wohn- und Gewerbeimmobilien, bei Konjunkturabhängigkeit.

Prognose: Weiter steigende Studentenzahlen

Im Wintersemester 2011/12 haben mehr als 515.000 Studentinnen und Studenten ein Studium begonnen. Insgesamt studierten Anfang 2012 zirka 2,4 Millionen junge Menschen in Deutschland – und damit mehr als jemals zuvor gezählt wurden. Ein weiterer Anstieg auf etwa 2,8 Millionen Studierende an deutschen Hochschulen und Universitäten wird bis zum Jahr 2015 prognostiziert.

Vergleicht man diese Prognosen mit den Zahlen von 2010/11, so bedeutet dies einen Anstieg um mehr als eine halbe Million Studentinnen und Studenten. Treibende Faktoren für langfristig hohe Studentenzahlen sind die zunehmende Studienberechtigungs- und Studienanfängerquote in Deutschland, die im europäischen Vergleich noch unterdurchschnittlich sind. Die steigende Nachfrage an studentischem Wohnraum an den deutschen Universitäts- und Hochschulstandorten wird auch durch das ausländische Interesse am Standort Deutschland gestützt.

Schlagworte zum Thema:  Scoring, Studentenwohnheim, Student

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