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Bürospitzenmieten in Ostdeutschland steigen im Schnitt um 1,4 Prozent

In Magdeburg werden Mietsteigerungen von 1,7 Prozent erwartet
Bild: (c) 2011 Dieter Hopf ⁄

Die Bürospitzenmieten in den ostdeutschen Großstädten steigen 2015 durchschnittlich um 1,4 Prozent, wie eine Studie des Immobilienfinanzierers DG Hyp zeigt. Die höchsten Mietsteigerungen werden in Magdeburg (1,9 Prozent), Chemnitz (1,8 Prozent) und Rostock (1,7 Prozent) realisiert. In Berlin liegt der Anstieg in sehr guten Lagen bei knapp über zwei Prozent.

Auch Dresden und Leipzig, aber auch Erfurt, Potsdam und Rostock entwickeln sich gut. 2014 lag der Quadratmeterpreis in sehr guten Lagen in Schwerin bei rund acht Euro, in Dresden, Leipzig und Potsdam waren zwischen zwölf Euro und knapp 13 Euro zu zahlen.

Während in den ostdeutschen Bundesländern die Abwanderung anhält, hat sich die Entwicklung in gefragten ostdeutschen Großstädten gedreht. Diese verzeichnen heute teilweise sogar einen dynamischen Bevölkerungsanstieg.

Gute Voraussetzungen für steigende Einzelhandelsmieten

Von der erfreulichen Arbeitsmarktentwicklung, steigenden Renten sowie dem gut entwickelten Städtetourismus profitiert auch der innerstädtische Einzelhandel. Die Bandbreite der Einzelhandelsspitzenmiete an den neun untersuchten regionalen Standorten ist groß.

In Leipzig musste 2014 für erstklassige Flächen mit 125 Euro je Quadratmeter die höchste Einzelhandelsmiete gezahlt werden, gefolgt von Dresden mit einem Quadratmeterpreis von 110 Euro. In Erfurt, Rostock, Halle und Potsdam lagen die Spitzenmieten zwischen knapp 90 und 75 Euro. Das Schlusslicht bildet Schwerin mit einem Quadratmeterpreis von 30 Euro.

Im laufenden Jahr sind die Aussichten für einen weiteren Mietanstieg in Spitzenlagen gut. Für die ostdeutschen Oberzentren ist mit einem Wachstum von durchschnittlich rund zwei Prozent auszugehen. Während in Chemnitz, Magdeburg, Schwerin und Dresden zunächst keine weiteren Steigerungen zu erwarten sind, dürfte das Mietplus in den anderen Städten entsprechend stärker ausfallen. Der mit Abstand höchste Zuwachs mit voraussichtlich vier Prozent wird in Leipzig realisiert.

In Rostock, Potsdam und Halle, die sich im guten Mittelfeld bewegen, ist mit Steigerungen von zwei bis 2,5 Prozent zu rechnen. In Berlin dürfte das Plus nach einem Mietanstieg in den beiden zurückliegenden Jahren mit knapp unter zwei Prozent schwächer ausfallen.

Hohe Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt

Auch die Wohnungsmärkte entwickeln sich positiv. An allen betrachteten Standorten steigt die Einwohnerzahl wieder. Dadurch geht der in einigen Städten relativ hohe Anteil leer stehender Wohnungen zurück. Die Spannbreite der Erstbezugsmieten in Top-Lagen ist groß.

Während in Potsdam, Dresden, Leipzig, Rostock und Erfurt 2014 zwischen 13 Euro und gut zehn Euro pro Quadratmeter zu zahlen waren, lagen die übrigen ostdeutschen Oberzentren mit zwischen sieben Euro bis rund acht Euro pro Quadratmeter darunter. In Berlin fiel im vergangenen Jahr in Spitzenlagen ein Quadratmeterpreis von knapp 16 Euro an.

Die durchschnittlichen Erstbezugsmieten in den ostdeutschen Oberzentren und Berlin werden auch 2015 steigen. An den Standorten ohne Berlin ist bei der Erstbezugsmiete in Top-Lagen ein durchschnittliches Plus von 2,5 Prozent realistisch.

Der höchste Zuwachs wird mit rund drei Prozent in Dresden und Leipzig erwartet. An allen anderen Standorten dürfte die Steigerung knapp über zwei Prozent betragen mit Ausnahme von Halle, wo ein Mietwachstum in Top-Lagen von 1,8 Prozent realistisch ist. In Berlin dürften die Mieten um knapp zwei Prozent steigen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büromiete

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