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Bürospitzenmieten steigen zum Jahresende 2014 leicht um 0,5 Prozent

Mieten in Hamburger Büros verteuerten sich am stärksten
Bild: Haufe Online Redaktion

Im vierten Quartal 2014 wurde nach einem schwachen dritten Quartal wieder ein leichtes Wachstum der Bürospitzenmieten notiert: Der europäische Mietpreis-Index des Immobiliendienstleisters JLL stieg um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Unter den deutschen Bürohochburgen registrierten Hamburg mit einem Plus von 2,1 Prozent und München mit einem Plus von 1,5 Prozent den stärksten Mietanstieg.

Im dritten Quartal war der Anstieg der Spitzenmieten für Büroflächen in Europa ist zum Stillstand gekommen. Von den 24 untersuchten Städten verzeichneten im vierten Quartal 2014 sieben einen Anstieg der Spitzenmieten. In London erhöhte ein extrem geringes Angebot den Spitzenwert am deutlichsten um fast zehn Prozent. Neben Dublin mit plus 6,7 Prozent, haben auch andere sich erholende Märkte nochmals nachgezogen, wie zum Beispiel Madrid mit einem Plus von zwei Prozent und Barcelona mit einem Plus von 1,4 Prozent.

Beträchtliche Auswirkungen auf den europäischen Büro-Mietpreis-Index haben die Turbulenzen in Russland. Moskau verzeichnete vor dem Hintergrund einer starken Abwertung des Rubels und einer verhaltenen Nutzer-Aktivität einen Rückgang der Spitzenmieten um 18,2 Prozent. Tendenz: weiter rückläufig

Umsatzvolumen nimmt um sechs Prozent zu

Die eingetrübte Konjunkturstimmung noch im Herbst 2014 hatte einen Rückgang der Nutzer-Aktivitäten im dritten Quartal zur Folge. Zunehmender Dynamik erfreute sich der europäische Markt in den letzten Wochen, legte über das Quartal um 35 Prozent zu.

Zwischen Oktober und Ende Dezember erreichte der Umsatz in den 24 europäischen Märkten ein Volumen von mehr als 3,1 Millionen Quadratmeter, das ist ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Schlussquartal 2013 und das stärkste Quartal seit Ende 2007. Der Umsatz des Gesamtjahres 2014 bewegte sich mit 10,6 Millionen Quadratmetern fünf Prozent über dem Vorjahr.

Die westeuropäischen Märkte performten im vierten Quartal überproportional (plus 43 Prozent gegenüber dem Vorquartal); einer der größten Märkte, Paris, lag mit 48 Prozent sogar darüber.

13 weitere westeuropäische Märkte verzeichneten im vierten Quartal noch deutlich höhere Zuwachsraten im Vermietungsvolumen, angeführt von Dublin (plus 275 Prozent), Amsterdam (plus 117 Prozent) und München (plus 101 Prozent). In Deutschland kamen die flächenmäßig fünf größten Immobilienhochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München auf ein Plus von 41 Prozent gegenüber dem dritten Quartal , wobei der Zuwachs in München und Berlin (plus 81 Prozent) besonders stark ausfiel.

Fertigstellungsvolumen zieht an

Europaweit lag das Fertigstellungsvolumen 2014 bei knapp 4,78 Millionen Quadratmetern, entsprechend einem Plus im Jahresvergleich von 15 Prozent und 23 Prozent über dem Niveau von 2012. Starken Einfluss hatten das kräftige Jahreswachstum in London (plus 90 Prozent) und Moskau (plus 40 Prozent), die gemeinsam 40 Prozent der gesamten europäischen Fertigstellungen in 2014 ausmachten. 2015 dürften die Fertigstellungen relativ stabil bleiben und rund fünf Millionen Quadratmeter erreichen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büromiete

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