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Büroinvestments in Budapest bergen europaweit die größten Risiken

Von Budapest wird Investoren derzeit abgeraten
Bild: La-Liana ⁄

Es werden wieder mehr Büros gebaut in Europa. Das ist das Ergebnis einer Studie von Patrizia. In London, Paris, Wien und Kopenhagen sowie in Berlin und München bestehen für Investoren nur geringe Risiken. Das höchste Risiko besteht derzeit in Budapest.

In den kommenden fünf Jahren entstehen Patrizia zufolge die meisten neuen Büroflächen in Warschau: 900.000 Quadratmeter. Dort nimmt der Büroflächenbestand um 25 Prozent zu, während der Durchschnitt der 27 untersuchten Städte bei 5,5 Prozent liegt.

Bis 2017 kommen nach aktuellem Stand insgesamt knapp elf Millionen Quadratmeter neue Büroflächen auf den Markt, obwohl die Leerstände in den vergangenen Jahren vielerorts deutlich angestiegen sind. Das Plus lag im Durchschnitt aller 27 Märkte bei 3,6 Prozent zwischen 2007 und 2012. Lediglich in Stockholm und den vier größten deutschen Märkten Berlin, München, Hamburg und Frankfurt gab es keinen Anstieg.

Spitzenreiter im negativen Sinne waren Budapest (Anstieg von 10,2 auf 21,4 Prozent), Dublin (11,3 auf 21,4 Prozent) und Barcelona (5,3 auf 15,4 Prozent). Diese Entwicklung kann aber unterschiedliche Ursachen haben. Dabei ist es wichtig zu wissen, ob es sich bei den  Leerständen um strukturelle Fehlentwicklungen handelt oder eher die verhaltene Konjunktur dafür verantwortlich ist.

In Wien, Berlin und München alles im Lot – andernorts Schieflagen erkennbar

In London, Paris, Wien und Kopenhagen sowie in einigen deutschen Top-Standorten wie Berlin und München bestehen nur geringe Risiken. Die Leerstände sind mit sechs bis neun Prozent relativ niedrig und die Zubau-Rate ist mit vier bis fünf Prozent moderat. Höher ist das Risiko in den Städten zu bewerten, die zwar derzeit über niedrige Leerstände verfügen, die Größe ihres Büromarktes durch Neubauaktivtäten aber kräftig erhöhen. Dazu zählen Warschau und Prag, die sich noch im Aufholprozess befinden.

Anders verhält es sich in Dublin, Barcelona, Mailand, einigen britischen B-Standorten und bedingt auch in Madrid: Hier sind die Leerstände aktuell sehr hoch, der Zubau hält sich aber in Grenzen. Dublin liegt mit einer Quote von 21 Prozent an der Spitze, in den übrigen Städten betragen die Leerstandsquoten derzeit um 15 Prozent. Nur Madrid liegt mit knapp 12 Prozent darunter. Die Bautätigkeit dort wurde bereits gedrosselt, die Zahl der Neubauvorhaben für die kommenden fünf Jahre liegt gemessen am Bestand bei unter fünf Prozent. Auch diese Märkte sind derzeit noch risikobehaftet. Sobald sich die Konjunktur erholt, werden sie wieder interessant, da dann deutlich mehr neue Flächen benötigt werden.

Das höchste Risiko besteht derzeit in Budapest. Die Bautätigkeit dort wurde nach 2010 bereits gedrosselt, nachdem die Leerstandsquote auf über 20 Prozent angestiegen war. Aber inzwischen haben die Aktivitäten wieder zugenommen: Bis 2017 kommen neue Flächen im Umfang von 14 Prozent des Bestands hinzu, ohne dass die Flächennachfrage in entsprechendem Maß zunehmen wird.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büroimmobilie

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