| Jones Lang LaSalle

Büronebenkosten steigen wieder stärker an

Die höchsten Steigerungen sind beim Strom zu verzeichnen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Nebenkosten in Deutschlands Büros steigen wieder stärker. Nach der Oscar-Untersuchung 2013 von Jones Lang LaSalle wird im Jahresvergleich ein Plus von rund drei Prozent notiert. Die höchsten Steigerungen verzeichneten Strom (+5 %) und Heizkosten (+3 %).

Damit liegen die Büro-Nebenkosten im für den Oscar 2013 zugrunde gelegten Abrechnungszeitraum 2012 durchschnittlich bei 3,58 Euro pro Quadratmeter und Monat und mittlerweile 16 Prozent über den Kosten der ersten Untersuchung von 1996.

In klimatisierten Gebäuden haben dabei alle Kostenarten bis auf die Kategorie "Reinigung" (leichter Rückgang) und "Versicherung" (stabil) einen leichten Anstieg verzeichnet, entsprechend auch der Anstieg der Nebenkosten um zehn Cent auf durchschnittlich 3,75 Euro Quadratmeter und Monat.

Anders als im Vorjahres-Oscar sind die Versicherungskosten 2012 nicht angestiegen und liegen im langjährigen Vergleich nach wie vor unter dem Fünf-Jahresdurchschnitt.

Stabil oder leicht ansteigend zeigen sich alle Kosten bei nicht klimatisierten Gebäuden. Die Nebenkosten betragen hier durchschnittlich 3,33 Euro pro Quadratmeter und Monat (+ 9 Cent gegenüber dem Oscar 2012). Der Anstieg bei Strom (+7 %) und Heizung (+5 %) liegt dabei sogar noch höher als in klimatisierten Gebäuden. Auch in den nächsten Jahren dürften gerade Strom und Heizungskosten weiter steigen.

München überholt Frankfurt

In allen fünf untersuchten Immobilienhochburgen sind die Nebenkosten gestiegen - wenngleich unterschiedlich stark. Während der Anstieg in Hamburg, der mit durchschnittlichen Nebenkosten von 3,45 Euro pro Quadratmeter und Monat günstigsten Hochburg, sowie in Frankfurt nur + 1 Prozent betrug, waren es in München und in Berlin + 3 Prozent.

Trotz der mit + 4 Prozent größten Steigerung müssen Büromieter in Düsseldorf mit 3,47 Euro pro Quadratmeter und Monat nach wie vor noch die zweitniedrigsten Nebenkosten zahlen. Die höchste "zweite Miete" - gemittelt über klimatisierte und nicht klimatisierte Gebäude hinweg - fällt mit 3,64 Euro pro Quadratmeter und Monat in München an. Damit hat die Isarmetropole Frankfurt überholt.

Die größten Einzelpositionen unter den Nebenkosten sind die Kosten für Heizung, öffentliche Abgaben und Wartung. Ihre Anteile an den Gesamtnebenkosten bewegen sich in den fünf betrachteten Städten je zwischen knapp zwölf und 19 Prozent.

Düsseldorf überholt München und Hamburg bei den Gesamt-Bürokosten

Bei der Betrachtung der Gesamt-Bürokosten (gewichtete Durchschnittsmiete + Nebenkosten) liegt Frankfurt mit 21,51 Euro pro Quadratmeter und Monat erneut deutlich vorn. Auf Platz zwei hat Düsseldorf (+ 13 % auf 18,42 Euro/m²/Monat) Hamburg und München auf die Plätze drei und vier verwiesen.

Diese Entwicklung hängt mit dem stark angestiegenen Mietpreisniveau in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt in 2012 zusammen. In Berlin werden mit 16,27 Euro pro Quadratmeter und Monat die geringsten Gesamtkosten registriert, gleichzeitig mit knapp 22 Prozent aber auch die höchsten Anteile der Nebenkosten an den Gesamtkosten.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büroimmobilie, Nebenkosten

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