16.09.2014 | JLL-Oscar 2014

Büronebenkosten in den Top 5 erreichen neuen Höchstwert

Heizungskosten machen den Löwenanteil der Nebenkosten uas
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Nebenkosten in Deutschlands Büros sind weiter gestiegen und erreichen mit durchschnittlich 3,62 Euro pro Quadratmeter und Monat einen neuen Höchstwert. Nach wie vor machen die Heizkosten den Löwenanteil aus. Zu diesem Ergebnis kommt die Oscar-Untersuchung 2014 des Immobiliendienstleisters JLL. 

Allerdings verlangsamt sich das Wachstum mit plus ein Prozent (nach plus drei Prozent im Vorjahr) gerade wieder.

Rückläufig waren die Kosten für unklimatisierte Gebäude: sie gingen um zwei Prozent auf 3,27 Euro pro Quadratmeter und Monat zurück. Im Oscar 2013 waren sie noch um drei Prozent angestiegen.

Einen Anstieg etwa auf dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre zeigen die Nebenkosten für klimatisierte Gebäude: sie stiegen um vier Prozent auf 3,90 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Heizungskosten machen den Löwenanteil aus

Nach wie vor am meisten schlagen in beiden Kategorien die Kosten für die Heizung zu Buche, trotz eines leichten Rückgangs um jeweils einen Cent (minus zwei Prozent). Der vergleichsweise milde Winter 2013 / 2014 ist dabei als eine Ursache zu nennen. Auch energetische Sanierungen, heizkostenoptimierte Neubauten und bedarfsorientierte Heiztechnik haben zur Reduzierung der Kosten beigetragen.

Als weitere größere Einzelpositionen sind die öffentlichen Abgaben (je nach Stadt 13 bis 17 Prozent der Kosten), die Wartung (zwölf bis 16 Prozent) und der Strom mit einem Anteil von zehn bis zwölf Prozent zu nennen. Unter diesen Kostenpunkten blieben nur die "öffentlichen Abgaben" in unklimatisierten Gebäuden im Vorjahresvergleich noch stabil.

Beim Strom istsowohl bei unklimatisierten (plus drei Prozent) als auch bei klimatisierten Gebäuden (plus zehn Prozent) ein Kostenanstieg zu verzeichnen.

Qualität und Größe der Bürogebäude entscheidend

Gründe für Unterschiede bei der Nebenkosten können auch in der Gebäudequalität und -größe begründet liegen. Eine höherwertige technische Ausstattung und höhere Servicelevels im Dienstleistungsbereich kennzeichnen teurere Gebäude.

Zum zweiten Mal in Folge haben Nebenkosten bei Gebäuden hoher Ausstattungsqualität die Vier-Euro-Marke überschritten (4,09 Euro pro Quadratmeter und Monat). Vor allem bei den Positionen Wartung und Strom sind dadurch deutliche Unterschiede zu beobachten. Bei Hochhäusern (acht Geschosse und mehr) müssen Mieter durchschnittlich 4,18 Euro pro Quadratmeter und Monat aufwenden, bei kleineren Bürohäusern dagegen 3,46 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Relativer Nebenkostenanteil in Berlin am höchsten

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Nebenkosten in allen fünf Immobilienhochburgen zwischen drei und vier Prozent gestiegen. Gemittelt über klimatisierte und unklimatisierte Gebäude hinweg liegt damit zum zweiten Mal München (3,77 Euro pro Quadratmeter und Monat) vorn.

20 Cent weniger werden in Düsseldorf und Hamburg gezahlt, dazwischen platzieren sich Frankfurt (3,74 Euro pro Quadratmeter und Monat) und Berlin (3,66 Euro pro Quadratmeter und Monat). Damit verbucht die Bundeshauptstadt den höchsten relativen Nebenkostenanteil unter den untersuchten Städten, bleibt aber bei den Gesamt-Bürokosten nach wie vor günstigste Metropole der Big 5.

Die niedrigere gewichteten Durchschnittsmiete lässt die durchschnittlichen monatliche Bürokosten auf 16,39 Euro pro Quadratmeter und Monat ansteigen. Den niedrigsten relativen Nebenkostenanteil (16 Prozent) zeigt die teuerste Stadt, Frankfurt am Main, wo Büromieter für Miete und Nebenkosten durchschnittlich 22,83 Europro Quadratmeter und Monat zahlen. Bei einem Nebenkostenanteil von einem Fünftel pendeln sich Düsseldorf, Hamburg und München ein.

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