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Büromieten: Verträge sind mehrheitlich vermieterfreundlich

Das Pendel schlägt zugunsten der Vermieter aus
Bild: Oliver Otterson

Die Mietvertragsbedingungen für Büroimmobilien in Deutschlands Immobilienhochburgen sind mehrheitlich vermieterfreundlich gestaltet. Zu diesem Ergebnis kommt das künftig jährlich erscheinende neue "Mietvertrags-Pendel" von JLL und Hogan Lovells.

Das erste Mietvertragspendel, das jetzt publiziert worden ist, berücksichtigt in einer Zeitspanne von 2007 bis 2013 die Verträge von mehr als 250 Bürovermietungen in Deutschlands Immobilienhochburgen mit einem Gesamtvolumen von etwa 300.000 Quadratmetern. Die Analyse zeigt, dass die Risiko- und Kostenverteilung in der Regel zum Vorteil des Vermieters ausfällt.

Folgende Vertragsbedingungen wurden bei der Erhebung untersucht:

  • Rücktrittsrecht und Vertragsstrafe
  • Mieterseitiges Optionsrecht
  • Kündigungsfrist
  • Instandhaltung/Instandsetzung der gemeinschaftlichen Anlagen und Einrichtungen
  • Flexibilität hinsichtlich Laufzeit und Sonderkündigungsrecht
  • Mietsicherheit
  • Konkurrenzschutz
  • Instandhaltung/Instandsetzung des Mietgegenstandes
  • Indexierung
  • Rückgabe

Bei der Untersuchung der zehn ausgewählten Bedingungen unterscheiden sich die Ergebnisse signifikant. So ist zum Beispiel das Rücktrittsrecht bei nicht rechtzeitiger Übergabe deutlich mieterfreundlich ausgestaltet, während die Modalitäten der Flächenrückgabe deutlich zugunsten des Vermieters ausgestaltet sind.

Zur Anwendung der Ergebnisse haben JLL und Hogan Lovells ein Benchmark-Tool entwickelt. Anhand dieses können Verhandlungsergebnisse individueller Büromietverträge gegenüber den Marktstandards überprüft werden. 

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister

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