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Büromieten in Peking auf der Überholspur

Bis 2013 soll Peking Chinas teuerster Bürostandort sein - noch vor Shanghai
Bild: Haufe Online Redaktion

Im 1. Halbjahr 2012 ist die Nettoabsorption von Büroflächen in Peking in die Höhe geschossen: Im Vergleich zu Anfang 2012 sind nun nahezu 330.000 Quadratmeter mehr belegt. Das ist ein Ergebnis des DTZ-Berichts zum Büroimmobilienmarkt China.

Insbesondere einheimische und staatseigene Unternehmen haben zusätzliche Büros angemietet. In Shanghai sind dagegen vor allem multinationale Unternehmen und Finanzinstitute ansässig. Dort lag die Nettoabsorption bei nur etwas mehr als 140.000 Quadratmetern.

"Finanzpolitische Maßnahmen haben zwar die chinesische Wirtschaft gestärkt, da multinationale und exportorientierte Unternehmen aber für externe Schocks anfällig sind, waren sie auf dem Büromarkt deutlich zurückhaltender", so David Ji, Leiter Research China. Besonders getroffen vom unsicheren Exportmarkt wurde die Provinzhauptstadt Hangzhou, in der die Nettoabsorption bei lediglich 1.000 Quadratmetern lag – so gering wie in keiner anderen chinesischen Stadt.

Bürofläche in Shanghai wächst um sieben Prozent

In Peking kamen im ersten Halbjahr nur 246.400 Quadratmeter neu erstellter Bürofläche auf den Markt. Dies hat dazu geführt, dass Peking in ganz China mit 2,45 Prozent die niedrigste Leerstandsquote aufweist. Die Stadt, in der am meisten Bürofläche auf den Markt kam, war mit 372.000 Quadratmetern Shanghai (sieben Prozent Bestandserhöhung). Der Leerstand stieg dort von sechs Prozent im ersten auf 8,8 Prozent im zweiten Quartal. "In vielen Städten wie Chengdu, Chongqing oder Dalian sorgt das im Vergleich zum vorhandenen Flächenbestand relativ hohe Neubauvolumen dafür, dass dort auch in Zukunft ausreichend Büroraum zur Verfügung steht", so Ji. In Chongqing werden aktuell knapp 35 Prozent des Flächenbestandes vermarktet, Dailian und Wuhan weisen ähnliche Werte auf.

Spitzenmieten in Shanghai noch höher als in Peking

Am stärksten haben die Spitzenmieten in Peking angezogen, die an die Preise in Shanghai heranrückten. Im Jahresvergleich stiegen die Spitzenmieten in Peking um 46,8 Prozent auf monatlich 318 RMB pro Quadratmeter. In Shanghai liegen sie mit monatlich 348 RMB pro Quadratmeter noch etwas höher. "Während in den meisten B-Städten auch zukünftig die Versorgung mit Büroflächen garantiert ist, mangelt es in Peking an Büros. Für das Gesamtjahr 2012 erwarten wir dort daher einen Anstieg der Spitzenmiete um 29 Prozent", so Li. Bereits im Jahr 2013 würden Shanghais Spitzenmieten übertroffen und Peking werde zum teuersten Bürostandort in China.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büroimmobilie, Büromiete, China

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