25.11.2016 | gif/CRES

Büromarkt: Spitzenrenditen in den Metropolen sinken bis Ende 2017 in kleinen Schritten weiter

Keine Stabilisierung in Sicht: Die Spitzenrenditen an den deutschen Bürohochburgen fallen laut gif/CRES bis Ende 2017 weiter
Bild: Corbis

Die Spitzenrenditen in den Büromärkten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München sinken bis Ende 2017 weiter. Die Researcher der Consenus-Umfrage von gif /CRES haben damit ihre Prognose von Mai korrigiert, als sie noch von sich stabilisierenden Renditen ausgegangen waren. Bis zum Jahresende 2017 werden die Renditen nur noch in Düsseldorf und Frankfurt leicht oberhalb vier Prozent liegen, München wird auf etwa 3,5 Prozent abrutschen.

Die Spitzenrenditen an den fünf deutschen Bürohochburgen hatte die gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung in Zusammenarbeit mit dem Center for Real Estate Studies (CRES) bereits bei der Herbstumfrage 2015 nach unten korrigiert. In der Umfrage von November 2015 waren für München bereits Spitzenrenditen von unter vier Prozent vorhergesagt worden.

Büroflächen in Berlin werden knapper

In Berlin werden überraschend schnell die Büroflächen knapp. Anfang des Jahres lag der Leerstand schon bei nur noch fünf Prozent und bis Ende 2017 soll er um einen weiteren Prozentpunkt auf vier Prozent fallen. Damit hat das Marktgeschehen in Berlin die Erwartungen der Researcher deutlich übertroffen, die bisher nur mit einem moderaten Sinken des Leerstands gerechnet haben.

Auch für München fallen die Prognosen für den Leerstand deutlich zuversichtlicher aus als noch vor einem halben Jahr. Die Researcher rechnen mehrheitlich auch hier damit, dass die Leerstandsrate 2017 unter vier Prozent fällt. Von einem ganz anderen Ausgangsniveau ist der Frankfurter Markt in das Jahr 2016 gestartet: die Angaben lagen damals zwischen elf und zwölf Prozent. Auch hier haben sich die Aussichten verbessert, zehn Prozent Leerstand könnten Ende 2017 erreicht werden. Bei Renditen und Mieten wird allerdings nur mit geringfügigen Verbesserungen gerechnet. Auch in Düsseldorf und Hamburg werden weitere Rückgänge der Leerstandsrate prognostiziert.

Berlin toppt auch bei Spitzenmieten

Die Vorhersagen für Berlin sind zuversichtlich, vor allem in Sachen Spitzenmieten. Bisher hatten gif/CRES einen Anstieg von 24 Euro pro Quadratmeter auf 25,50 Euro pro Quadratmeter erwartet. Jetzt haben die Prognostiker ihre Vorhersage im Mittel auf 26,50 Euro pro Quadratmeter angehoben, was einem Anstieg um mehr als zehn Prozent in zwei Jahren entspricht. Mit einem Plus von 3,7 Prozent bei den Berlinern waren die Researcher im Frühjahr ausgegangen. In den Prognosen für 2016 lag noch Frankfurt mit einem Anstieg um rund zwei Prozent an der Spitze des Feldes.

München werden im gleichen Zeitraum rund 5,5 Prozent Zuwachs zugetraut; in den anderen Städten wird ein eher verhaltenes Wachstum erwartet. Für Düsseldorf, Hamburg und München werden im Top-Segment weiterhin zwischen 1,5 und zwei Prozent prognostiziert. Insgesamt zeigen die Prognosen weiterhin positive Aussichten für alle fünf Büromärkte.

Schlagworte zum Thema:  Büromarkt, Berlin, Büroimmobilie

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