Berliner Büroimmobilien werden nach wie vor gut vermietet. In den zentralen Lagen herrscht quasi Vollvermietung. Laut CBRE wurden im ersten Halbjahr 2018 sieben Prozent weniger Flächen (377.700 Quadratmeter) als im Vorjahr umgesetzt. Die Folgen: Die Mieten steigen und lassen den Analysten zufolge auch die Gebäude in die Höhe wachsen. "Bei weiterem Wachstumspotenzial werden völlig neue Konzepte für Investoren interessant", sagt Kai Mende, Managing Director Capital Markets bei CBRE in Berlin.

"Das Stadtbild dürfte sich in den kommenden Jahren weiter wandeln – beispielsweise am Alexanderplatz", so Mende weiter. Investiert wurden im ersten Halbjahr 2018 etwa 2,8 Milliarden Euro, das entspricht laut CBRE etwa dem Transaktionsvolumen des Vorjahres.

Die mit 147.000 Quadratmetern geringe Fertigstellungspipeline für Projektentwicklungen wird laut CBRE in den kommenden Jahren anwachsen. Von den knapp 1,47 Millionen Quadratmetern Bürofläche, die bis Ende 2020 fertiggestellt werden sollen, seien jedoch bereits knapp die Hälfte vorvermietet. Damit wird sich der Nachfrageüberhang auf dem Vermietungsmarkt weiter fortsetzen.

Leerstand unter drei Prozent

Der gesamte Berliner Büromarkt hat CBRE zufolge einen Leerstand von deutlich unter drei Prozent. Daher weichen immer mehr Unternehmen in die Peripherie aus – "dort wuchs die Flächenaufnahme um 72 Prozent“, sagt Marc Vollmer, Co-Head of Office Leasing bei CBRE in Berlin.

Mit den steigenden Mieten steigt auch das Interesse der Investoren. "Auch deutsche Investoren haben die Spitzenrenditen von knapp über drei Prozent mittlerweile akzeptiert", sagt Norbert Parnemann, Managing Director Capital Markets bei CBRE in Berlin. "Da sich noch einige größere Deals in der Pipeline befinden ist ein dynamisches zweites Halbjahr zu erwarten."

Schlagworte zum Thema:  Büroimmobilie, Berlin