12.04.2016 | Feri Euro Rating

Büromärkte: Höchste Anfangsrenditen wurden 2015 in Erlangen erzielt

Erlangen bot 2015 laut Feri die höchsten Anfangsrenditen bei Büroimmobilien.
Bild: Hartmut910 ⁄

Die Anfangsrenditen bei Büroimmobilien in B-Städten wie Ulm, Heidelberg oder Braunschweig sind höher als in vielen Großstädten. Eine Analyse der Ratingagentur Feri zeigt, dass in den Büromärkten der Top-7-Metropolen die Anfangsrenditen 2015 im Schnitt bei 4,7 Prozent lagen, in B-Städten aber bei rund 5,8 Prozent. Die höchste Rendite wurde mit 6,2 Prozent in Erlangen erzielt, die niedrigste mit 4,4 Prozent in München.

Untersucht wurden die deutschen Top-20-B-Städte Ulm, Heidelberg, Braunschweig, Freiburg im Breisgau, Erlangen, Hannover, Dresden, Leipzig, Münster, Augsburg, Potsdam, Osnabrück, Mannheim, Bremen, Regensburg, Wiesbaden, Karlsruhe, Darmstadt, Bonn und Nürnberg, wo 2015 bei Büroimmobilien im Durchschnitt eine rund ein Prozent höhere Anfangsrendite möglich war als auf den Büromärkten der Top-7-Metropolen.

Darüber hinaus boten die Top-20-B-Städte eine deutlich geringere Volatilität als die Top-7-Metropolen München, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart, Frankfurt am Main und Köln, wo die Büromieten 2015 in Toplagen im Schnitt bei 18,7 Euro pro Quadratmeter lagen. Die höchsten Durchschnittsmieten erzielte Frankfurt mit 30,5 Euro pro Quadratmeter. Die Top-7-Städte wiesen mit einer Standardabweichung der Büromieten bezogen auf die jährlichen Veränderungsraten von 1,8 eine deutlich höhere Volatilität auf als die Top-20-B-Städte mit 0,7.

Auch bei den Mietrenditen war die Volatilität in den Top-7-Metropolen mit 24 Basispunkten mehr als doppelt so hoch wie die Volatilität in den Top-20-B-Städten. Dies sind weitere Ergebnisse der neuen Analyse der Ratingagentur Feri Euro Rating Services.

Verlässliche Mietrenditen erleichtern den Wiederverkauf

Demnach gibt es in Deutschland Regionen in den "neuen" Metropolregionen jenseits der Top 7, die sich durch eine gute Wirtschafts- und Infrastruktur auszeichnen. Dabei handelt es sich meist um Städte mit renommierten Universitäten.

Die polyzentrische Struktur in Deutschland wird Feri zufolge jedoch noch nicht von allen internationalen Investoren, vor allem mit Blick auf die B-Städte, akzeptiert. Über Portfoliotransaktionen, die mehrere Städte in Regionen zusammenfassen, erhöhe sich die Attraktivität aber deutlich.

Dabei sind Innenstadtlagen in B-Städten weniger aufgrund ihrer Wertsteigerungen attraktiv, sondern weil die verlässlichen Mietrenditen den Wiederverkauf erleichtern und somit das Liquiditätsrisiko verringern.

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Schlagworte zum Thema:  Büromarkt, Rendite

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