Der Fokus der Investoren am deutschen Markt für Büroimmobilien bleibt weiterhin auf den Top 7-Städten, vor allem auf Frankfurt – laut einer Analyse von CBRE führen das knappe Angebot und die hohe Nachfrage in den Metropolen zu einer weiteren Renditekompression: Die durchschnittliche Spitzenrendite in den Top 7 ging in den ersten drei Quartalen 2018 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um elf Prozentpunkte von 4,5 auf 3,1 Prozent zurück.

Das Transaktionsvolumen am Investmentmarkt für deutsche Büroimmobilien ist laut CBRE in den ersten drei Quartalen 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent gestiegen. Insgesamt wurden 20,14 Milliarden Euro investiert.

"Die Nachfrage nach deutschen Büroimmobilien ist ungebrochen hoch und wurde zuletzt im dritten Quartal mit zahlreichen Großdeals unter Beweis gestellt", sagt Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE in Deutschland. Kommt jetzt noch ein dynamisches Jahresendquartal, "kann dies durchaus ein neues Rekordvolumen auch im Gesamtjahr bedeuten – jenseits der 28 Milliarden Euro", prognostiziert Klein.

Im Rahmen eines Forward-Deals hat vor kurzem etwa die Warburg-HIH Invest Real Estate zwei Bürogebäude im Frankfurter Europaviertel gekauft.

Frankfurt vereint 26 Prozent des Investmentvolumens auf sich

In den ersten drei Quartalen dominierten CBRE zufolge Großdeals den Investmentmarkt für deutsche Büroimmobilien. Insgesamt gab es 58 Transaktionen mit einem Volumen von jeweils 100 Millionen Euro und mehr. Das machte knapp zwölf Milliarden Euro aus.

Dennoch: Der Anteil der Portfoliotransaktionen reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa vier Prozentpunkte auf elf Prozent. Das Marktgeschehen fand an den Top 7-Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München  und Stuttgart satt: Hier wurden 82 Prozent des Kapitals investiert – 48 der Abschlüsse oberhalb der 100 Millionen Euro-Marke entfielen auf diese Metropolen. Alleine in Frankfurt wurden 26 Prozent des gesamten Büroinvestmentvolumens allokiert.

Ausländische Investoren weniger vertreten als im Vorjahr

Internationale Anleger kamen in den ersten drei Quartalen 2018 laut CBRE seltener zum Abschluss als im entsprechenden Vorjahreszeitraum: Der Anteil macht in der aktuellen Erhebung 43 Prozent aus, das ist ein Minus von 9,4 Prozentpunkten.

Grund sei zum einen die Produktknappheit bei den von internationalen Investoren meist präferierten Core-Objekten, zum anderen hätten deutsche Investoren bessere Markterfahrung und Entscheidungsstrukturen, was sie bei vielen Deals schneller agieren lasse. In den ersten drei Quartalen haben vor allem Investoren aus dem europäischen Ausland (17 Prozent des Gesamtvolumens), aus Nordamerika (zwölf Prozent) und Asien (drei Prozent, hier vor allem Singapur und Südkorea) deutsche Büroimmobilien gekauft.

Laut Savills dominierten Käufer aus Singapur im ersten Halbjahr 2018 den Gesamtinvestmentmarkt in Deutschland mit einem Ankaufvolumen von rund 1,4 Milliarden Euro.

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