Londons Attraktivität für internationale Büroimmobilien-Investoren ist ungebrochen Bild: tokamuwi ⁄

London bleibt ein Magnet für Büroimmobilien-Investoren. Laut Knight Frank hat 2017 keine andere Metropole weltweit mehr internationales Kapital angezogen – trotz Brexit. Ein treibender Faktor seien Spitzenrenditen von 4,25 Prozent in der City of London und 3,5 Prozent im West End. Sie liegen über denen anderer bedeutenden europäischen Märkte wie Paris mit derzeit 3 Prozent oder Berlin mit 3,1 Prozent. Auch Frankfurt am Main spielt in der Top-Liga mit.

Londons Attraktivität zeichnet sich laut Knight Frank aber nicht nur durch attraktive Renditen – die liegen auch über denen der wichtigsten asiatischen Märkte wie Hongkong (2,6 Prozent) und Tokio (3,2 Prozent) –, sondern auch durch Liquidität, Transparenz, einen qualitativ hochwertigen Bestand an großen Objekten und durch vermieterfreundliche Mietverträge aus.

Die Mieten für Bürohochhäuser sind in London höher als in jedem anderen europäischen Land und doppelt so hoch wie in Frankfurt, fand Knight Frank heraus.

Top 10-Metropolen für internationale Investments 2017

  1. Central London 14,2 £
  2. New York 5,1 £
  3. Frankfurt/Main 4,0 £
  4. Berlin 3,2 £
  5. Paris 2,8 £
  6. Amsterdam 2,6 £
  7. Washington DC 2,3 £
  8. Houston 2,1 £
  9. Helsinki 2,0 £
  10. Singapur 2,7 £

Das meiste Geld kommt aus der Region China – Tendenz steigend

Auf dem Londoner Immobilienmarkt wurden Knight Frank zufolge im vergangenen Jahr insgesamt Gewerbeimmobilien für 17 Milliarden Britische Pfund (rund 19 Milliarden Euro) gehandelt, das sind 33 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 14,2 Milliarden Pfund kamen von internationalen Investoren aus 15 Ländern. Mit einem Anteil von 40 Prozent daran, stammt die größte Gruppe aus der Region China.

"Mit einem Transaktionsvolumen von 7,2 Milliarden Pfund hat London mehr Gewerbeimmobilien nach China 'exportiert' als Autos, pharmazeutische Produkte und Maschinen zusammen", sagt Nick Braybrook, Head of City Capital Markets bei Knight Frank. Aktive Gesuche aus der Region China haben im vergangenen Jahr laut Knight Frank um 75 Prozent zugenommen. Kernzielgruppen sind Milliardäre: Von den 20 reichsten Milliardären haben 2017 zwölf in London eingekauft, vier weitere sollen nun zudem Interesse bekundet haben.

Nachfrage nach Investments in London bleibt groß

London hat im vergangenen Jahr fast dreimal so viel Kapital angezogen wie New York auf dem zweiten Platz: In der US-Metropole fiel das Transaktionsvolumen laut Braybrook um 30 Prozent – und damit mehr als in Paris, Frankfurt am Main, Berlin und Amsterdam zusammen.

"Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Nachfrage nach Investments in London nachlässt", so Braybrook. "Mag der Brexit auch Zeiten von Unsicherheit mit sich bringen, weltweite Käufer werden auch weiterhin in Immobilien in London investieren." Aktuell warteten Knight Frank zufolge weitere 46,1 Milliarden Pfund darauf, investiert zu werden. Das sind elf Prozent mehr als im Vorjahr (41,5 Milliarden Pfund).

Wie Knight Frank in einer anderen Studie ermittelte, wird 2018 das Verhalten der Investoren an den europäischen Gewerbeimmobilienmärkten unter anderem durch den Trend hin zu flexiblen Büros geprägt sein.

Schlagworte zum Thema:  Büroimmobilie, Investor, Gewerbeimmobilien

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