Die teuersten Büromieten werden immer noch in Frankfurt erzielt, allerdings bei einer der geringsten Anfangsrenditen Bild: Corbis

Catella hat die Mieten und Renditen in 76 deutschen Büromärkten der Größenkategorie A bis D untersucht: Die Mieten an den 13 analysierten B-Standorten haben 2016 mit einem Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr am stärksten angezogen. In den sieben Städten der A-Kategorie waren es plus 4,4 Prozent. Spitzenreiter bei den Mieten insgesamt ist Frankfurt am Main mit 39 Euro pro Quadratmeter; die höchste Rendite gab es mit 8,5 Prozent in Solingen.

Der geringste Quadratmeterpreis aller untersuchten 76 Städte wird aktuell in Salzgitter erreicht mit sieben Euro.

Erstmals ist auch an den D-Standorten (26 davon wurden analysiert) die Spitzenmietgrenze von zehn Euro pro Quadratmeter überschritten worden. Der Durchschnittswert stieg von 9,98 auf 10,25 Euro pro Quadratmeter. In der Summe ist die wirtschaftliche Situation an Deutschlands Büromärkten Catella zufolge positiv.

Spitzenrenditen sinken im Schnitt auf 3,67 Prozent

Die durchschnittliche Spitzenrendite an den sieben A-Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart liegt aktuell bei 3,67 Prozent, das ist laut Catella ein Minus von 53 Basispunkten gegenüber 2015. Hier schneidet München noch am besten ab mit 3,3 Prozent.

Der Abstand zwischen den durchschnittlichen Renditen an den A- und B-Standorten ist Catella zufolge 2016 weiter gewachsen und liegt derzeit bei 179 Basispunkten. Investoren gehen hier Catella zufolge mit einem ausgewogenen Risiko-Rendite-Verständnis vor und setzen vor allem auf einen nachhaltigen Cash flow.

Allerdings lässt sich laut Catella trotz der attraktiven Renditezahlen an den C- und D-Standorten keine überdurchschnittliche Investmentaktivität feststellen. Doch der Immobiliendienstleister erwartet in den kommenden Monaten wesentlich mehr Transaktionen als bisher.

„Dem ansteigenden Exit-Willen der Eigentümer steht hier eine Renditeattraktivität für Investoren gegenüber“, so Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella.

Überblick über durchschnittliche Spitzenmieten und Renditen

Im Durchschnitt liegt die Spitzenmiete an den A-Standorten aktuell bei 28,50 Euro pro Quadratmeter (Vergleich zur Untersuchung des Vorjahres: plus 4,4 Prozent) und die Spitzenrendite bei 3,67 Prozent (minus 53 Basispunkte). An den B-Standorten kostete der Quadratmeter 14,58 Euro (plus 5,3 Prozent) und es wurde eine Spitzenrendite von 5,46 Prozent erzielt (minus 36 Basispunkte). An den C-Standorten lag die durchschnittliche Spitzenmiete bei 12,51 Euro pro Quadratmeter (plus 1,3 Prozent) und die Spitzenrendite bei 6,34 Prozent (minus 19 Basispunkte). Die Spitzenmiete in den D-Standorten erreichte im Schnitt 10,25 Euro pro Quadratmeter (plus 2,7 Prozent), die Spitzenrendite 7,02 Prozent (minus 14 Basispunkte).

Schlagworte zum Thema:  Büroimmobilie, Miete

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