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Büroflächenumsatz in Top 7 steigt um 13 Prozent

Der Leerstand in den Top-7-Bürostandorten ging leicht zurück
Bild: John Foxx Images

Nach Angaben des Immobiliendienstleisters Colliers wurden im ersten Halbjahr 2015 in den sieben deutschen Büromärkten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart rund 1,5 Millionen Quadratmeter Büroflächen umgesetzt (das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 13 Prozent). JLL zufolge ist das im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von elf Prozent (1. Halbjahr 2014: 1,41 Millionen Quadratmeter).

Colliers zufolge verzeichnete Berlin mit 337.000 Quadratmetern den größten Flächenzuwachs (plus 15 Prozent) im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014. An zweiter Stelle landete München, wo 305.700 Quadratmeter umgesetzt wurden. Das ist knapp ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, was den geringsten Zuwachs unter den Top 7 darstellt.

In Hamburg wuchs der Flächenumsatz demnach um zwölf Prozent auf 251.000 Quadratmeter. Sechs Verträge über rund 5.000 Quadratmeter steuerten knapp 32 Prozent zum Flächenumsatz bei. In Frankfurt am Main wurde laut Colliers ein Umsatz von 177.700 Quadratmetern oder sechs Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2014 vermeldet.

Den größten prozentualen Umsatzzuwachs registrierte Colliers in Düsseldorf. Hier ging es um 36 Prozent auf 169.000 Quadratmeter nach oben. Starke Umsätze steuerten weiterhin die mittleren Segmente von 1.000 bis 5.000 Quadratmeter bei. Stuttgart kam auf einen Flächenumsatz von 146.800 Quadratmeter. Auch hier fiel der Zuwachs mit 27 Prozent deutlich aus. Fast die Hälfte des Flächenumsatzes kam durch Großabschlüsse zustande. Auf Köln entfielen 134.000 Quadratmeter Flächenumsatz. Auch hier fällt das Plus mit 13 Prozent hoch aus.

JLL: Nutzer expansionswillig - deutlicher Rückgang des Leerstands

Die Expansionswilligkeit der Nutzer ist im zweiten Quartal JJL zufolge deutlich gestiegen. Um mehr als 280.000 Quadratmeter ist der belegte Büroflächenbestand gewachsen. Besonders stark ist der Zuwachs in Berlin mit rund 190.000 Quadratmetern. Dort zeigen sich einige Berliner IT-Unternehmen sehr expansiv.

Zusammen mit rund 140.000 Quadratmetern aus dem ersten Quartal erreicht die Nettoabsorption in den Big 7 zum Halbjahr JLL zufolge rund 420.000 Quadratmeter. Der Wachstumstrend aus dem vergangenen Jahr setzt sich damit fort.

Der kumulierte Leerstand liegt Ende Juni bei 6,54 Millionen Quadratmetern und ist damit leicht rückläufig. Dabei schwanken die Einzelergebnisse zwischen Düsseldorf (plus 44.000 Quadratmeter), München (nahezu stabil) und Berlin (minus 65.000 Quadratmeter).

Wie JLL mitteilt, konnten im Jahresvergleich sowohl der absolute Leerstand als auch die Leerstandsquote in allen sieben Städten reduziert werden. Besonders deutlich ging die Quote in Düsseldorf zurück (minus 1,8 Prozentpunkte). Die aggregierte Leerstandsquote hat sich insgesamt weiter auf 7,3 Prozent verringert. Das entspricht einem Rückgang im Jahresvergleich um 0,8 Prozentpunkte.

Colliers: Uneinheitliche Entwicklung der Mieten

Keine einheitliche Tendenz lässt sich laut Colliers bei der Entwicklung der Mietpreise feststellen. Der teuerste Standort bleibt Frankfurt, wo im Schnitt 20 Euro pro Quadratmeter Bürofläche aufgebracht werden mussten. Gleichzeitig war in der Mainmetropole mit einem Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr der größte Anstieg festzustellen. Die Spitzenmiete notierte bei 38,50 Euro pro Quadratmeter.

In München gaben Durchschnitts- und Spitzenmiete auf 15,20 beziehungsweise 33,90 Euro pro Quadratmeter nach, da nur wenige Flächen in hochwertigen Gebäuden in guter Lage zur Verfügung standen. Auch in Düsseldorf waren dem Immobiliendienstleister Colliers zufolge aus diesem Grund Rückgänge zu verzeichnen. Die Durchschnittsmiete lag hier bei 13,90 Euro pro Quadratmeter, die Spitzenmiete bei 26 Euro pro Quadratmeter.

Nur geringfügige Änderungen gab es laut Colliers an den anderen Standorten. In Hamburg mussten im Schnitt 14,60 Euro pro Quadratmeter entrichtet werden, die Spitzenmiete betrug 24 Euro pro Quadratmeter. Berlin kam auf 13,75 beziehungsweise 23 Euro pro Quadratmeter, Stuttgart auf 12,20 beziehungsweise 21 Euro pro Quadratmeter und Köln auf 11,80 beziehungsweise 20,30 Euro pro Quadratmeter.

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