| German Property Partners

Büroflächenumsatz an Top-7-Standorten steigt um zehn Prozent

Stuttgart: Untypischer Spitzenreiter beim Flächenumsatz
Bild: gimbild ⁄

Der Büroflächenumsatz in den deutschen Top-7-Standorten summierte sich nach Berechnungen von German Property Partners im ersten Quartal 2014 auf rund 636.000 Quadratmeter. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 579.000 Quadratmetern Umsatz ist das ein Plus von rund zehn Prozent. Spitzenreiter mit einem Plus von 132 Prozent war der Büromarkt Stuttgart.

Während der Flächenumsatz in Düsseldorf (-18,9 %) und Hamburg (-4,5 %) zurückging, legten die Ergebnisse in Köln (+3,9 %) und München (+5,7 %) leicht und in Frankfurt a.M. (+20,8 %) und Berlin (+21,1 %) deutlich zu.

Der extrem große Zuwachs in Stuttgart (58.000 m²) ist in erster Linie auf eine sehr stabile Nachfrage in allen Größensegmenten sowie drei Abschlüsse mit Volumina zwischen 4.000 und 6.500 Quadratmetern zurückzuführen. Das ebenfalls gute Abschneiden der Hauptstadt (115.000 m²) lag im Wesentlichen an der hohen Anzahl von Abschlüssen im Flächensegment über 10.000 Quadratmetern, die bereits im ersten Quartal die Anzahl aller Abschlüsse über 10.000 Quadratmeter von 2013 überstieg.

Für das gute Ergebnis auf dem Büromarkt Frankfurt am Main (81.900 m²) sorgte der bisher insgesamt größte bekannte Abschluss im ersten Quartal durch die Deutsche Bank mit einem Volumen von mehr als 30.000 Quadratmetern in der Frankfurter City. Solide Ergebnisse fuhren der Büromarkt München (157.500 m²) dank des insgesamt zweitgrößten im ersten Quartal registrierten Abschlusses, den die Brainlab AG mit rund 22.000 Quadratmetern in München-Riem tätigte, und der Standort Köln (53.000 m²) ein. Der Büromarkt Hamburg (105.000 m²) zeigte ein stabiles Ergebnis, das in erster Linie auf fünf Abschlüsse im Segment über 5.000 m² zurückging. Düsseldorf startete angesichts fehlender Abschlüsse über 6.000 Quadratmeter verhalten ins Jahr 2014 (65.700 m²).

Spitzenmiete steigt an sechs Standorten

Bis auf Stuttgart, wo die Spitzenmiete im Vergleich zum Vorjahresquartal unverändert bei 20,00 Euro pro Quadratmeter und Monat lag, nahm sie in allen weiteren Bürostandorten zu. Das größte Plus mit zwei Euro verzeichnete der Büromarkt München (31,80 €/m²/Monat) gefolgt von Düsseldorf mit +1,50 Euro (27,50 €/m²/Monat) aufgrund einiger hochpreisiger Anmietungen in innerstädtischen Top-Objekten. Frankfurt (38 €/m²/Monat), Hamburg (24,00 €/m²/Monat) und Berlin (22,50 €/m²/Monat) wiesen eine Zunahme um jeweils 50 Cent auf. Die geringste Zunahme um 25 Cent wurde in Köln (21,25 €/m²/Monat) registriert.

Wesentlich uneinheitlicher zeigte sich die Entwicklung der gewichteten Durchschnittsmiete. Während sie in Berlin sogar leicht um zehn Cent zurückging (12,90 €/m²/Monat), blieb sie in München unverändert bei 14,80 Euro pro Quadratmeter und Monat. In Frankfurt (18,50 €/m²/Monat) und Stuttgart (11,90 €/m²/Monat) legte die Durchschnittsmiete am stärksten um jeweils 70 Cent zu, in Köln um 51 Cent (11,88 €/m²/Monat) und in Düsseldorf (14,90 €/m²/Monat) und Hamburg (14,00€/m²/Monat) um jeweils 30 Cent.

Leerstand: Stärkster Rückgang in Hamburg und Stuttgart

Der Büroflächenbestand blieb in Köln unverändert und ging in Frankfurt leicht um 0,6 Prozent zurück, was unter anderem an der Umnutzung von rund 70.000 Quadratmetern Bürofläche in Wohnraum lag. An den übrigen Standorten stiegen die Büroflächenbestände. Spitzenreiter bei der Zunahme waren erneut Hamburg (13,3 Mio. m²) und Düsseldorf (7,6 Mio. m²) mit einem Plus von jeweils 0,8 Prozent.

Aufgrund der spürbaren Flächenverknappung, des hohen Eigennutzeranteils an einigen Standorten und der hohen Vorvermietungsquoten reduzierte sich das kurzfristig verfügbare Flächenangebot in allen Büromärkten weiter. Die Leerstandsquoten gingen um 0,1 bis 1,0 Prozentpunkte zurück. Am deutlichsten sank der Leerstand mit 12,6 Prozent in Hamburg (von 1,04 auf 0,91 Mio. m²) und 10,9 Prozent in Stuttgart (von 388.000 auf 345.700 m²). Die für 2014 errechneten Fertigstellungen in den beiden größten Büromärkten München und Berlin summieren sich auf 220.000 beziehungsweise 170.500 Quadratmeter.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister

Aktuell

Meistgelesen