30.06.2016 | Brexit

IVD-Umfrage: Britische Investoren fragen verstärkt nach deutschen Immobilien

Dem IVD zufolge investieren britische Anleger als Folge des Brexit künftig verstärkt in Deutschland
Bild: Corbis

59 Prozent der im IVD organisierten Immobilienunternehmen glauben einer internen Umfrage zufolge, dass internationale Investoren, die bisher vorrangig in Großbritannien investiert haben, nach dem Brexit künftig vermehrt in deutschen Immobilien anlegen. 47 Prozent gehen davon aus, dass britische Investoren, die verstärkt in UK investierten, sich jetzt auf dem deutschen Markt umsehen werden.

An der Umfrage nahmen rund 500 Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständige teil.

Die Befragten gaben zudem an, dass im Durchschnitt 13 Prozent der Interessenten an den von ihnen angebotenen Objekten aus dem Ausland stammen. Durchschnittlich werden rund sieben Prozent aller Kaufabschlüsse mit Investoren aus dem Ausland geschlossen. Der prozentuale Anteil britischer Investoren an aktuell angebotenen Objekten beläuft sich im Schnitt auf fünf Prozent. Der Anteil der internationalen Selbstnutzer, in Abgrenzung zu den Kapitalanlegern, auf dem deutschen Immobilienmarkt beläuft sich der Umfrage zufolge auf rund 13 Prozent.

Wohnimmobilien an erster Stelle

Bei den Objektarten, die im besonderen Fokus von ausländischen Investoren stehen, kommen der Umfrage zufolge Mehrfamilien- beziehungsweise Wohn- und Geschäftshäuser mit 59 Prozent klar an erster Stelle, gefolgt von einzelnen Eigentumswohnungen mit 49 Prozent.

Bei den Kaufgründen steht die Rechtssicherheit im deutschen Immobilienmarkt im Vordergrund. Der zweite Grund für die Kaufabsichten sind den Angaben zufolge die (günstigen) Kaufpreise in Deutschland.

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Schlagworte zum Thema:  Immobilienverband, Umfragen, Brexit

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