06.03.2015 | Dr. Lübke & Kelber GmbH

Bonn, Fulda und Wolfsburg sind "hidden champions" für Wohninvestments

Bonn gehört zu den "hidden champions"
Bild: Egbert Herold ⁄

Bonn, Fulda und Wolfsburg weisen für wohnwirtschaftliche Investments aktuell die attraktivsten Rahmenbedingungen in Deutschland auf. Hier können Renditen erzielt werden, die deutlich über der erforderlichen Mindestrendite liegen. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Risiko-Rendite-Rankings 2015 der Dr. Lübke & Kelber GmbH.

München und Frankfurt sind die risikoärmsten Städte. Dr. Lübke & Kelber ermittelte für die beiden Metropolen Risikozuschläge von 0,4 beziehungsweise 0,6 Prozentpunkten.

Auf den Plätzen drei und vier des Rankings führen Regensburg und Ingolstadt als erste der sogenannten B-Standorte das Feld an. Die von der Dr. Lübke & Kelber ermittelten Risikozuschläge betragen hier 0,9 beziehungsweise 1,0 Prozentpunkte, dicht gefolgt von Erlangen und Ludwigsburg (1,1 und 1,2 Prozentpunkte).

Mietbelastung versus Finanzierungsbelastung

In Rostock, Jena und Berlin fiel die durchschnittliche Haushaltsbelastung durch Bruttomieten im Ranking am höchsten aus. Die geringste Bruttomietbelastung findet sich hingegen in Heilbronn, Witten und Remscheid. Bei knapp unter zehn bis knapp über 30 Prozent des durchschnittlichen Haushaltseinkommens bleibt die Bruttomietbelastung über das gesamte Spektrum der untersuchten Städte aber moderat.

Die höchste Finanzierungsbelastung gemessen am Haushaltseinkommen findet sich in den Städten Tübingen, Freiburg, Berlin - die niedrigste in Bergisch Gladbach und Heilbronn. Die sich im Erwerbsfall ergebene Finanzierungsbelastung inklusive der Wohnnebenkosten war im Betrachtungszeitraum vielerorts vergleichbar oder sogar geringer als die Bruttomietbelastung, zumal die berücksichtigte Tilgungsleistung als Kapitalbildung gesehen werden muss.

B-Städte eine dauerhafte Alternative für Wohninvestoren

Nach wie vor stellen Investitionen in Wohnimmobilien wertstabile und liquiditätssichere Investments dar, die jedoch standortbezogene deutliche Renditeunterschiede aufzeigen. Unter den ersten zehn Städten des ermittelten Risikorankings finden sich mittlerweile fünf Standorte, die nicht zu den Top-7-Städten zählt. Die "hidden champions" Bonn, Fulda und Wolfsburg sind die Paradebeispiele.

Zu berücksichtigen ist, dass solche Märkte regelmäßig über weniger Liquidität verfügen und Investitionsgrößen eher im mittleren Segment aufzeigen. Auch ist der Marktzugang insbesondere für internationale Investoren schwieriger als in Top-7-Städten.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien

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