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Umsatz bei Wohn-Investments nimmt um 29 Prozent zu

Bestandsportfolios wurden am besten verkauft
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Der Investmentmarkt für Bestände ab 30 Wohneinheiten hat noch einmal zugelegt: Mit einem Transaktionsvolumen von knapp 14,72 Milliarden Euro im vierten Quartal 2013 wurde das Vorjahresergebnis um 29 Prozent übertroffen. Das zeigt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

Das sei der drittbeste jemals erzielte Umsatz bei Wohn-Investments. "Lediglich in den Jahren 2005 und 2007 wurden noch leicht höhere Umsätze registriert“, so Andreas Völker, Geschäftsführer von BNP Paribas Real Estate Deutschland. Zum Resultat beigetragen hätten vor allem Großdeals über 100 Millionen Euro.

An erster Stelle steht hier die Übernahme von 91 Prozent der Anteile der GSW AG durch die Deutsche Wohnen, die unter Berücksichtigung der Verbindlichkeiten mit 3,3 Milliarden Euro in Ansatz gebracht wurde. Als zweitgrößter Verkaufsfall ist der Erwerb der mehr als 29.000 Wohnungen der GBW Bayern an die Augsburger Immobiliengesellschaft Patrizia für mehr als 2,2 Milliarden Euro in die Auswertung eingeflossen.

Insgesamt wurden mehr als 250 Transaktionen mit rund 240.000 Wohneinheiten in die vorliegende Analyse einbezogen. Das durchschnittliche Volumen pro Verkaufsfall lag aufgrund der angesprochenen Milliardenverkäufe bei knapp 58 Millionen Euro.

Bestandsportfolios klar in Führung

Nicht zuletzt die erwähnten Ankäufe der Deutsche Wohnen und Patrizia AG haben den Anteil der Bestandsportfolios am gesamten Transaktionsvolumen auf fast 81 Prozent ansteigen lassen. Auf Platz zwei liegen die älteren Bestandsobjekte (Block Sales), die rund zehn Prozent zum Ergebnis beigetragen haben. Deutlich mehr investiert wurde auch in Projektentwicklungen, häufig als Forward Deals. Auf diese Kategorie entfielen rund 1,17 Milliarden Euro, die überwiegend in den großen deutschen Ballungsräumen umgesetzt wurden, da hier von einer langfristig positiven Bevölkerungsentwicklung ausgegangen wird.

Immobilien AGs am aktivsten

Mehr als zwei Drittel des Investmentumsatzes entfielen auf Verkäufe mit mehr als 100 Millionen Euro. Aber auch in den meisten anderen Marktsegmenten konnte das Volumen gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die drei Größenklassen zwischen zehn und 100 Millionen Euro kommen jeweils auf einen Anteil von acht bis zehn Prozent.

Die bereits im Vorjahr klar in Führung liegenden Immobilien AGs konnten ihre Spitzenposition 2013 noch ausbauen. Mit einem Umsatzanteil von mehr als 42 Prozent dominieren sie absolut betrachtet das Marktgeschehen, auch wenn sie nur an knapp 15 Prozent aller Verkaufsfälle beteiligt waren. Auf einen zweistelligen Umsatzanteil kommen darüber hinaus noch Spezialfonds, die rund elf Prozent zum Transaktionsvolumen beigetragen haben. Auf den weiteren Plätzen folgen Pensionskassen (knapp 10 %) sowie Immobilienunternehmen, Equity / Real Estate Funds und private Anleger mit jeweils knapp acht Prozent.

Dominanz deutscher Investoren

Am aktivsten zeigten sich deutsche Investoren, die für fast 82 Prozent des Investmentumsatzes verantwortlich zeichnen und damit gegenüber 2012 noch einmal deutlich zugelegt haben. Etwas weniger haben dagegen ausländische Anleger investiert, auch wenn sie erneut für fast 2,7 Milliarden Euro deutsche Wohnungen erworben haben.

Der höchste Part entfiel auf US-amerikanische Käufer, die auf einen Umsatzanteil von knapp fünf Prozent kommen. Größere Volumina investiert haben darüber hinaus Anleger aus der Schweiz und Österreich mit jeweils rund drei Prozent sowie aus Frankreich mit rund zwei Prozent und Dänemark mit etwas weniger als zwei Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien

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