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Bis 2030 werden in Ballungszentren eine Million Wohnungen fehlen

Am größten wird die Zunahme der Haushalte in München sein: plus 35 Prozent bis 2045
Bild: Dirk Suhm ⁄

Wohnraum in deutschen Ballungszentren wird bis zum Jahr 2030 deutlich knapper. In zehn großen Städten und Regionen könnten dann etwa eine Million Wohnungen fehlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Versicherungskonzerns Allianz und der Forschungsgesellschaft Prognos. Am größten wird den Studienautoren zufolge die Zunahme der Haushalte in München sein: plus 35 Prozent bis 2045.

In strukturschwachen Regionen vor allem in Ostdeutschland werde die Zahl der Haushalte hingegen zurückgehen. Negativ-Spitzenreiter sei hier die Region Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg mit minus 24 Prozent Haushalten bis 2045.

Der Grund liegt der Analyse zufolge darin, dass es in diesen Regionen eine große Zuwanderung gibt und der Trend zu Singlewohnungen sowie die Binnenwanderung zunehme und damit die Zahl der Umzüge in Deutschland. Betroffen seien etwa München, Berlin, Rhein-Main, Stuttgart, Hamburg und Köln.

Studie: Bevölkerung in Deutschland wächst auf 85 Millionen

Deutschlands Bevölkerung sehen die Experten - ähnlich wie in Einwanderungsländern wie Kanada oder der Schweiz - am Wachsen, 2045 dürften demnach etwa 85 Millionen hierzulande leben.

Die Studie basiert auf eigenen Schätzungen und Prognosen von Behörden. Der Auftraggeber der Studie, die Allianz, macht auch mit Baufinanzierungen Geschäfte.

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