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Bilfinger unter den zehn umsatzstärksten Baukonzernen Europas

Bilfinger ist das einzige deutsche Bauunternehmen unter Europas Top 10
Bild: Bilfinger

Mit einem Umsatz von rund 38,7 Milliarden Euro im Jahr 2014 führt das französische Unternehmen Vinci die Rangliste der europäischen Baukonzerne an. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Deloitte. Auf Rang zwei folgt ACS aus Spanien mit rund 34,8 Milliarden Euro. Als umsatzstärkstes deutsches Unternehmen europaweit rangiert Bilfinger SE mit einem Umsatz von rund 7,6 Milliarden Euro (Platz 9).

Insgesamt zeigt der zwölfte "European Powers of Construction"-Report von Deloitte für 2014 einen Aufwärtstrend in der europäischen Baubranche. "2015 wird mit einem erneuten Investitionsanstieg um 2,1 Prozent gerechnet, 2016 sogar mit 3,5 Prozent", sagt Franz Klinger, Partner Real Estate bei Deloitte.

Dabei steigen die Margen der Konzerne im Schnitt. Mit stärkerer Diversifizierung geht in der Regel jedoch auch eine höhere Verschuldung einher.

Die Top 10 nach Umsatz 2014

  • Vinci SA Frankreich 38,703 Milliarden Euro
  • ACS SA Spanien 34,881 Milliarden Euro
  • Bouygues SA Frankreich 33,138 Milliarden Euro
  • Skanska AB Schweden 15,753 Milliarden Euro
  • Eiffage SA Frankreich 13,948 Milliarden Euro
  • Strabag SE Österreich 12,476 Milliarden Euro
  • Balfour Beatty PLC Großbritannien 10,907 Milliarden Euro
  • Ferrovial SA Spanien 8,802 Milliarden Euro
  • Bilfinger SE Deutschland 7,697 Milliarden Euro
  • Koninklijke BAM Groep NV Niederlande 8,415 Milliarden Euro

Ferrovial und BAM Groep steigen in Top 10 auf

Unter den zehn umsatzstärksten europäischen Baukonzernen gibt es im Vergleich zu 2013 nur geringe Veränderungen. Die deutsche Hochtief AG und die französische Colas SA werden ab diesem Jahr als Teil ihrer Muttergesellschaften ACS und Bouygues geführt, wodurch das spanische Unternehmen Ferrovial und die niederländische Koninklijke BAM Groep in die Top 10 aufrücken. An der Spitze stehen nach wie vor Vinci, ACS und Bouygues.

Internationalisierung und Diversifizierung

2014 erwirtschafteten die Top-20-Baukonzerne im Durchschnitt 52,1 Prozent ihrer Leistung außerhalb des Heimatmarktes. Der Internationalisierungsgrad dieser Unternehmen hat seit 2010 um insgesamt acht Prozentpunkte zugelegt.

Dabei haben die Top 20 im Durchschnitt 26,6 Prozent ihrer Leistung außerhalb des klassischen Baugeschäfts erbracht.

Diversifizierung lässt Margen steigen

Die Margen der Top-20-Konzerne stiegen 2014 um 30 Basispunkte auf fünf Prozent. Dabei waren die Margen im reinen Baugeschäft leicht rückläufig, was durch Zuwächse in anderen Segmenten ausgeglichen wurde.

Die Nettogewinne der Top 20 stiegen um 26,6 Prozent auf insgesamt rund 5,9 Milliarden Euro. Vinci erzielte (wie im Vorjahr) den höchsten Gewinn, gefolgt von Bouygues und ACS. Vier Konzerne machten Verluste. Die Gesamtverschuldung der Top-20-Baukonzerne stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent. Dabei macht Deloitte einen Zusammenhang zwischen Verschuldung und Diversifizierungsgrad der Unternehmen aus.

Europäische Anbieter unterliegen im globalen Ranking

Im weltweiten Vergleich konkurrieren europäische Baukonzerne vor allem mit Wettbewerbern aus China. Noch vor Vinci und ACS führen vier chinesische Marktteilnehmer die globale Rangliste an, allen voran die China State Construction Engineering Corporation, die sich 2014 mit einem Umsatz von mehr als 70 Milliarden Euro und Aktivitäten in mehr als 20 Ländern an die Spitze setzen konnte.

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Schlagworte zum Thema:  Baukonzern

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