18.10.2012 | IVD

Berliner Mietpreise für Wohnungen steigen erneut

Die Kaufpreisspannen sind breiter geworden: In Kreuzberg bezahlt man derzeit 2.000 Euro pro Quadratmeter
Bild: Jim Pfeffer ⁄

Mit steigenden Mieten und Kaufpreisen für Wohnungen setzt sich das Wachstum auf dem Berliner Immobilienmarkt 2012 fort: Laut IVD nahm die Nettokaltmiete in Vorzugswohnlagen von 7,60 Euro pro Quadratmeter (2011) um acht Prozent auf 8,20 Euro pro Quadratmeter in 2012 zu.

In Standardwohnlagen stieg die durchschnittliche Nettokaltmiete von 6,20 Euro pro Quadratmeter auf 6,70 Euro pro Quadratmeter. Eigentumswohnungen verzeichnen in der Hauptstadt eine vergleichbare Entwicklung: In beliebten Lagen liegt der Schwerpunktkaufpreis aktuell bei 1.850 Euro pro Quadratmeter (Vorjahr: 1.700 €/qm). Standardwohnlagen weisen ein Wachstum von 1.300 auf 1.400 Euro pro Quadratmeter auf.

Neben citynahen Gebieten rücken zunehmend Randlagen in den Fokus von Kapitalanlegern und Investoren. Auch das ist ein Ergebnis des Immobilienpreisservices 2012/2013, den der Immobilienverband Berlin-Brandenburg im neunten Jahr in Folge veröffentlicht hat.

"Nach wie vor bietet Berlin, besonders im gesamtdeutschen Vergleich, ausreichend bezahlbaren Wohnraum", sagt Dirk Wohltorf, Vorstandsvorsitzender des IVD Berlin-Brandenburg. In sechs der zwölf Berliner Bezirke werden in den Standardlagen noch Mieten unter 5,00 Euro pro Quadratmeter vereinbart, in weiteren fünf Bezirken liegen die Einstiegsmieten zwischen 5,00 und 6,00 Euro pro Quadratmeter, lediglich in Charlottenburg-Wilmersdorf muss man mindestens 6,00 Euro pro Quadratmeter in die Nettokaltmiete investieren.

Spitzenreiter auf dem Berliner Mietwohnungsmarkt ist erneut Charlottenburg-Wilmersdorf mit einer Schwerpunktmiete in Vorzugslagen von 10,00 Euro pro Quadratmeter nettokalt (2011: 9,25 €/qm). Auf den Rängen zwei und drei folgen Mitte und Steglitz-Zehlendorf mit jeweils 9,75 Euro pro Quadratmeter (2011: 9,15 €/qm bzw. 9,00 €/qm). Auf Platz vier liegt weiterhin Pankow mit 8,75 Euro pro Quadratmeter (2011: 8,00 €/qm), gefolgt von Tempelhof-Schöneberg mit 8,50 Euro pro Quadratmeter (2011: 7,75 €/qm).

Starke Nachfrage nach Eigentumswohnungen in citynahen Lagen

Eigentumswohnungen bleiben das am stärksten nachgefragte Segment von Eigennutzern. Für eine standardisierte Eigentumswohnung mit 90 Quadratmetern Wohnfläche sind zur Zeit durchschnittlich 126.000 Euro in Standardlagen und 166.500 Euro in Vorzugslagen zu zahlen. Das sind acht beziehungsweise neun Prozent mehr als im Vorjahr und rund 22 beziehungsweise 32 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren.

Die Kaufpreisspannen sind deutlich breiter geworden, da die Preissteigerungen abhängig von Lage und jeweiligen Baujahresklassen zum Teil deutlich variieren. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen konzentriert sich dabei klar auf citynahe Wohnlagen in Charlottenburg-Wilmersdorf, Schöneberg, Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Pankow. Während die Schwerpunktkaufpreise für Eigentumswohnungen in beliebten Lagen von Charlottenburg-Wilmersdorf mit 2.500 Euro pro Quadratmeter sowie in Mitte mit 2.200 Euro pro Quadratmeter wie bereits im Vorjahr am höchsten sind und erneut ansteigen, verzeichnen Pankow (2.200 €/qm), Steglitz-Zehlendorf (2.100 €/qm) und Friedrichshain-Kreuzberg (2.000 €/qm) einen merklichen Preisanstieg von rund zwölf Prozent und überschreiten die Marke von 2.000 Euro pro Quadratmeter.

Schlagworte zum Thema:  Verband, Immobilienpreis, Wohnung, Eigentumswohnung

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