23.07.2012 | BNP Paribas Real Estate

Berliner Investmentmarkt knackt 1-Milliarde-Euro-Schwelle

Hotelimmobilien sind in Berlin eine beliebte Nutzungsart
Bild: siepmannH ⁄

Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,04 Milliarden Euro im 1. Halbjahr 2012 liegt der Berliner Investmentmarkt erneut über einer Milliarde Euro. Büroobjekte wurden am besten verkauft, aber auch Hotelimmobilien waren beliebt. Zu diesem Ergebnis kommt BNP Paribas Real Estate.

"Dabei profitiert die Hauptstadt nicht nur von größeren Abschlüssen wie denen des Rosmarin Karrees oder des Quartier 207, sondern auch von sehr regen Marktaktivitäten in den kleineren und mittleren Segmenten“, sagt Jan Dohrwardt, Berliner Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate. Der Beitrag von Portfoliodeals ist mit fünf Prozent relativ gering.

Die Verteilung des Investmentvolumens nach Größenklassen ähnelt in hohem Maße der aus dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Knapp die Hälfte (46 %) des Ergebnisses wurde im größten Segment ab 50 Millionen Euro generiert. Auf dem nächsten Platz folgt die Kategorie zwischen zehn und 25 Millionen Euro mit rund 26 Prozent. Deals zwischen 25 und 50 Millionen Euro halten mit knapp 19 Prozent einen vergleichbaren Anteil wie im 1. Halbjahr 2011, ebenso die kleinste Klasse bis zehn Millionen Euro (9 %).

Büroobjekte dominieren das Geschehen

Die bundesweite Dominanz der Büroobjekte im 1. Halbjahr 2012 wird auch in Berlin deutlich. Hier entfällt rund die Hälfte des Investitionsvolumens auf diese Assetklasse (52 %). Nachdem Einzelhandelsimmobilien durch mehrere Shoppingcenter-Verkäufe im 1. Halbjahr 2011 klar in Führung lagen, ist ihr Anteil 2012 auf knapp 17 Prozent zurückgefallen. Damit liegen sie aktuell gleichauf mit den Hotelimmobilien, eine in Berlin recht beliebte Nutzungsart.

Auch in sonstige Immobilien, insbesondere Projektentwicklungsgrundstücke, wurde wieder umfangreich investiert. Ihr Anteil summiert sich auf knapp 13 Prozent. Logistikimmobilien kommen im Zuge des sehr geringen Angebots in diesem Segment nur auf einen Beitrag von zwei Prozent.

Klare Fokussierung auf Citylagen

Nachdem sich der Investmentumsatz im 1. Halbjahr 2011 noch eher gleichmäßig auf das Berliner Marktgebiet verteilt hatte, zeigt sich im 1. Halbjahr 2012 eine klare Fokussierung auf die zentralen Topcity– und Citylagen. Erstere können die größten Abschlüsse wie das Quartier 207 oder das Rosmarin Karree auf sich vereinen und landen mit mehr als 53 Prozent mit klarem Vorsprung auf dem ersten Platz. Aber auch die Citylagen profitieren von einigen größeren Verkäufen wie beispielsweise dem des Markgrafenparks und sorgen für rund 30 Prozent des Umsatzes. Die Cityrand- und Nebenlagen führen dem Ergebnis knapp zehn beziehungsweise sieben Prozent zu.

Versicherungen sind wichtigste Käufergruppe

Durch nur wenige, aber großvolumige Ankäufe stellen Versicherungen im 1. Halbjahr die wichtigste Käufergruppe dar und sind für rund ein Fünftel des Resultats verantwortlich. Dicht dahinter folgen Spezialfonds und Equity/Real Estate Funds mit jeweils rund 18 Prozent.

Ebenfalls stark zeigten sich die im Berliner Markt tendenziell sehr aktiven Projektentwickler und privaten Anleger, beide kommen auf zirka zwölf Prozent des Investitionsvolumens. Das Interesse ausländischer Investoren ist anhaltend hoch: Rund jeder dritte investierte Euro in Berlin wurde von Anlegern aus dem Ausland ausgegeben.

Schlagworte zum Thema:  Hotelimmobilie, Büro, Marktanalyse

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