28.04.2015 | Grupe Handelsindex

Berliner Einzelhandelsmieten steigen um 3,3 Prozent

Nicht nur Toplagen wie der Hackesche Markt entwickelten sich positiv
Bild: Biggi ⁄

Die Mehrheit der 63 Einzelhandelslagen in Berlin haben sich bei den Faktoren Ladenmieten, Kaufkraft, Einkommen und Filialisierungsgrad positiv entwickelt. Die durchschnittliche Nettokaltmiete für einen 100-Quadratmeter-Standardladen beträgt 51,23 Euro pro Quadratmeter und liegt 3,3 Prozent über den Mieten aus dem Jahr 2013/2014. Das ist Ergebnis einer Studie der Maklergruppe Grupe.

Das ist ein klares Signal, dass sich nicht nur die Top-Lagen wie Kurfürstendamm und Hackescher Markt gut entwickeln. Die Einkaufslage Zeltinger Platz hat die stärkste Kaufkraft mit einem Kaufkraft-Index von 155,3 Prozent, die geringste Kaufkraft bietet der Hermannplatz mit einem Index von 80,8 Prozent. Bemerkenswert ist laut Grupe der Kaufkraftanstieg pro Einwohner von zehn Prozent im Umkreis der Prenzlauer Allee.

Gewinner der positiven Entwicklung sind die Top 1a-Lagen Tauentzienstraße, Friedrichstraße und Alexanderplatz mit einer hohen Nachfrage internationaler Filialketten. Aber auch einige Stadtteillagen wie die Berliner Straße in Pankow, die Berliner Straße in Wilmersdorf, die Rheinstraße, der Tempelhofer Damm oder die Baumschulenstraße verzeichneten Zuwächse. Die Mietpreise in den Top-Lagen des Kurfürstendamms entwickelten sich stabil auf hohem Niveau.

Die geringste Kaufkraft pro Einwohner verzeichnet Neukölln. Die Veränderung betrug zwar plus vier bis fünf Prozent, ist aber damit im Berlinvergleich unterdurchschnittlich. Der Teltower Damm verzeichnet eine leicht rückgängige Spitzenmiete. Dort wurden in den letzten Jahren kaum oder nur wenig "überhitzte" Mietvertragsabschlüsse, sondern eher Neuabschlüsse auf konsolidiertem Marktniveau getätigt.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Einzelhandelsimmobilie

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