In der Studie wurden die Preise von möblierten und unmöblierten Wohnungen miteinander verglichen. Bild: Corbis

Die ausgeschriebenen Mietpreise für Wohnungen für eine Person sind in Berlin höher als in Hamburg – obwohl eigentlich Hamburg als die teurere der beiden Städte bekannt ist. Grund ist das derzeitige Verhältnis von Angebot und Nachfrage, das dazu führt, dass auf dem Markt verfügbare Wohnungen in der Hauptstadt teurer sind als in Hamburg. Das geht aus einer Untersuchung der Online-Plattform Nestpick hervor.

Nestpick hat einen Index herausgegeben, der die Mietpreise von möblierten und unmöblierten Wohnungen in 100 Städten auf der ganzen Welt analysiert. In der Studie wurden aktuelle Mietpreise von Wohnungsinseraten analysiert und nicht die tatsächlich gezahlten durchschnittlichen Mietpreise der jeweiligen Stadt.

Preisunterschied zwischen möblierten und unmöblierten Wohnungen

In Boston, USA, sind möblierte Wohnungen für eine Person demnach am teuersten und kosten fast 400 Euro mehr als unmöblierte Wohnungen. In Zaragoza, Spanien, sind möblierte Wohnungen für eine Person am günstigsten und kosten lediglich 19 Euro mehr im Monat als vergleichbare unmöblierte Wohnungen. In Deutschland ist die Differenz in Frankfurt am größten (230 Euro). In Berlin liegt der Preisunterschied zwischen möblierten und unmöblierten Wohnungen für eine Person in Berlin bei 176 Euro. Der Wohnungsmarkt in den deutschen Großstädten ist angespannt. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) müssten alleine in den sieben größten deutschen Städten bis 2020 pro Jahr mehr als 88.000 Wohnungen entstehen, um dem Bedarf gerecht zu werden.

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